Suonen Niwärch und Gorperi
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Die sonnigen Halden gelten seit jeher als sehr trockene Region. Umso wichtiger war und ist es, dass die Wiesen und Äcker bewässert werden konnten. Deshalb scheuten die Bewohner weder Arbeit noch Furcht,...
Die sonnigen Halden gelten seit jeher als sehr trockene Region. Umso wichtiger war und ist es, dass die Wiesen und Äcker bewässert werden konnten. Deshalb scheuten die Bewohner weder Arbeit noch Furcht, um die „Suonen“ um Felsen und durch Lawinenzüge oder Wälder zu führen. Fast überhängende Passagen wurden mit Holzkänel versehen. Durch die Gräben und Wälder wurden die Kanäle mit „Tretschborten“ aufgemauert, die zugleich als Weg genutzt werden konnten.
Das Niwärch ist wohl die spektakulärste Suone im Oberwallis - schwindelerregende Teilstücke entlang von steilen Felswänden wechseln mit ausgesetzten Passagen über schmale Holzstege. Das setzt bei den Wanderinnen und Wanderern sicheres Gehen und Schwindelfreiheit voraus. Alternativ kann die Suone Niwärch mittels Stollen umgangen werden.

Die Wanderung führt Sie entlang zwei historischer Bewässerungskanäle des Wallis. Um Landwirtschaft an der trockenen Südrampe zu ermöglichen, musste für ausreichende Bewässerung der Hänge gesorgt werden. Somit entstanden rund 20 „Suonen“, Wassergräben die das kostbare Wasser der Gebirgsbäche aus dem Baltschiedertal durch die Kanäle auf Weiden und Obstplantagen transportieren. Viele der Bewässerungssysteme sind noch heute in Betrieb. Die Wanderung führt vom Dorf Ausserberg zur obersten Wasserleitung Niwärch.
Entlang der Suone Niwärch gelangt man über einen sehr schmalen und ausgesetzten Pfad ins wildromantische Baltschiedertal. Dort wird der Bergbach gequert, um auf der anderen Talseite entlang der Suone Gorperi durch mehrere kleine Tunnels bis nach Eggerberg zurück zu wandern. Zum Ausgangspunkt gelangt man entweder zu Fuss über den Wanderweg der Südrampe oder mit dem Zug.
Ja
Festes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Kleidung, ggf. Wanderstöcke, Wasser
Bei Regen ist diese Wanderung nicht zu empfehlen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind zwingend.
Aus Genfer Richtung folgen Sie der A9 bis zur Kantonstrasse 9 in Turtmann. Anschließend der Dorfstrasse nach Ausserberg folgen.
Bushaltestellen und der Bahnhof befinden sich im Ortskern von Ausserberg.
Pflanzenfans finden in Ausserberg einen Heilpflanzengarten mit rund 40 verschiedenen Heilpflanzen, die zu Cremes und Tinkturen verarbeitet werden.
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