Goldtoni - Wandern - Großvenediger - Überschreitung
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03.bis 04.06.2022 Überschreitung des Großvenedigers Um 3 Uhr am Morgen starten wir in Hinterbichl auf unter 1000m und steigen mit der Stirnlampe bis zur Johannishütte, wo wir die Stirnlampe abnehmen...
03.bis 04.06.2022 Überschreitung des Großvenedigers
Um 3 Uhr am Morgen starten wir in Hinterbichl auf unter 1000m und steigen mit der Stirnlampe bis zur Johannishütte, wo wir die Stirnlampe abnehmen können und den ersten Blick auf den Venedigergipfel habe, auf. Ohne Pause gehts weiter zum Defreggerhaus auf knapp 3000m. Bis dahin eine einfache Wanderung. Vom Defreggerhaus haben wir leichte Probleme den Weg zum Gletscherabstieg zu finden, mit einigen Minuten Verzögerung gelingt das aber. Am Gletscher auf ca. 3100m seilen wir uns an und freuen uns über eine Spur, die komischerweise aber recht weit nach rechts raufgeht. Der Venediger ist eher halb links. In der Hoffnung das die Spur weiter oben noch nach links zieht steigen wir auf. Da unsere Seilschaft nur aus 2 Personen besteht ist es uns zu gefährlich eine neue Spur zu ziehen. Stets der Spur folgend kommen wir aber ganz unverhofft auf den Gipfel der Schwarzen Wand auf 3506m. Von dort haben wir zwar einen herrlichen Blick zum Großglockner und natürlich auch rüber zum Venediger. Zu unseren Entsetzen aber weit und breit keine Spur rüber. Also bleibt nur eins, wieder Richtung Anseilstelle abzusteigen. Nachdem wir ca 500m wieder abgestiegen sind haben wir das Glück und treffen auf 4 Slowenen die auch auf den Venediger wolle. Schnell beschließen wir aus unseren beiden Seilschaften eine zu machen. So ziehen wir zu sechst eine neue Spur bis rauf zum Gipfel wo wir dann gegen 11:30 Uhr ankommen. Bei herrlichen Wetter gehört uns der Gipfel fast alleine, nur der Großglockner steht mittlerweile in Wolken. Nach 40 Minuten Gipfelglück trennen uns unsere Wege wieder, Die Slowenen steigen wieder ab zum Defreggerhaus und wir beide folgen der gut sichtbaren Spur runter zur Kürsingerhütte. Hier nochmal ein herzliches Dankeschön an die slowenischen Bergkameraden. Beim Abstieg treffen wir ebenso wie beim Aufstieg auf gewaltige Gletscherspalten. Vorsicht ist also immer angesagt. Nach 7 Stunden am Gletscher erreichen wir um 15:15 Uhr die Kürsingerhütte. Hier wollen wir die herrliche Lage genießen und bekommen noch ein 3er Zimmer mit Halbpension. Am nächsten Tag steigen wir bis zur Postalm auf 1600m ab wo wir dann mit dem Wandertaxi zum Parkplatz Hopfeldboden fahren. Von dort fahren wir per Autostopp die 70km (mann glaubst kaum) zurück bis Hinterbichl. Danke an die netten Menschen die uns mitgenommen haben.

Johannishütte und Defreggerhaus waren in unseren Fall noch geschlossen.
Die Kürsingerhütte die bereits offen war, kann ich wirklich nur lobend erwähnen. Die sehr große Hütte mit traumhaften Bergpanorama wird von einen sehr freundlichen Hüttenwirt samt Personal geführt. Ausfallen ist auch das wirklich alles extrem sauber ist. Auch die Versorgung vom Frühstück bis hin zum Abendessen ist ausgezeichnet.
Komplette Gletscherausrüstung
Auf keinen Fall den Gletscher unterschätzen, es ist zwar nie wirklich steil aber von Spalten übersät.
Auf keinen Fall die Sonnenbrille und die Sonnencreme vergessen.
Wasser ist bis zum Defreggerhaus ausreichend vorhanden, es reicht also den Wasservorrat dort aufzufüllen.
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