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Neualpspitze von Rinnen durch das Liegfeisttal
mittel
Bergwandern
23,12 km
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Neualpspitze von Rinnen durch das Liegfeisttal

Distanz
23,12 km
Dauer
07:41 h
Aufstieg
1.381 hm
Seehöhe
1.046 - 2.138 m
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Neualpspitze von Rinnen durch das Liegfeisttal
mittel
Bergwandern
23,12 km

Diesmal habe ich wieder einen einsamen Gipfel in der Liegfeistgruppe herausgesucht: Die Neualpspitze. Und zwar nicht vom Namloser Tal über die Dürrekopfhütte (wie ich auch schon mal gegangen bin) sondern...

Beschreibung

Diesmal habe ich wieder einen einsamen Gipfel in der Liegfeistgruppe herausgesucht: Die Neualpspitze. Und zwar nicht vom Namloser Tal über die Dürrekopfhütte (wie ich auch schon mal gegangen bin) sondern von der ungewöhnlichen Nordostseite über das Hochkar. In dieser Form ist diese Tour wohl noch nirgends beschrieben worden.

Wegen der langen Forstwege zwischen Rinnen und der Schlagwald Hütte habe ich eine Bike & Hike Tour draus gemacht. Radeln kann man aber nur bis zur Stiegalpe, da am folgenden Forstweg ein Radverbotschild steht, warum auch immer, sinnvoll erscheint das nicht.

Die Tour beginnt dann eigentlich erst dort, wo der Forstweg aufhört. Ab da taucht man fast eine eine andere Welt ein, vor mir liegt ein komplett unerschlossenes, unbekanntes Tal. Wild und schön zugleich, so gut wie keine Wege, zumindest nicht offiziell. So abgelegen und doch sehr nahe an Reutte wenn man die Luftlinie hernimmt.

Am Ende des Forstweges überquere ich sogleich den Hochkar Bach auf einer alten Holzkonstruktion. Gegenüber geht dann am Ufer des Mitterkarbaches (dieser mündet bei der Brücke ein) ein schmaler Pfad entlang, unmarkiert und unbeschildert. diesen dann etwa 200-300 meter verfolgen, dann zweigt links ein unmerklicher schwach ausgeprägter Pfad ab, in den ich einschwenke. Dann gehts bergauf und der Pfad ist wirklich schwer zu verfolgen, man kann aber trotzdem dort in logischer Richtung auch weglos laufen. Immer Richtung Süden und immer rechts des Baches kann man im Grasbereich gut laufen, immer leicht bergauf bis der "Weg" dann aus dem Wald herauskommt und man Richtung Bach schräg absteigen kann. Jetzt sieht man voll ins Tal hinein und es offenbart sich eine unglaublich herrliche Atmosphäre, die geprägt ist von der bilderbuchartigen Landschaft, unverbraucht und abenteuerdurstig. Am Bach entlang herrlicher Pfad, manchmal schwer zu finden, aber man sieht die abgesägten Latschenäste, und da gehts immer entlang. Nach weiterem Aufstieg kommt man an einen Jägerstand, wo der Weg durch eine Erosionsrinne unterbrochen ist. Die muss nun überwunden werden und man muss den gegenüberliegenden Wegverlauf dann etwas suchen. Ein gütiger Mensch hat blaue Punkte hinterlassen, so findet man den Einstieg in die Fortsetzung des Weges besser. Jetzt geht es erstmal steiler bergauf in den Latschen, wo noch etwas verwirrende Wegführung vorherrscht. Später aber sehr gut ausgeschnittene Latschengasse, die immer ansteigend nach oben führt. Zwischendrin kommt dann die Abzweigung zur Hochkarhütte (links weg) ich laufe aber richtigerweise gradeaus. Die Latschengasse endet nun an einem Bachbett. Hier wirds zunehmend weglos, auch wenn hin und wieder blaue Punkte nach oben leiten. Ich laufe jetzt im Bachbett hoch, was gut geht. Dann kommt kurz vor einem Felsriegel ein Weg, der links den Hang hinaufführt (siehe auch meine Bilder wo ich alles nochmal genau dokumentiert habe). Dort dann auch die letzten abgesägten Latschenäste (1580m) danach keine Sägespuren mehr. Jetzt kommt man auf ein kleines schön grünes Plateau mit einzelnen urigen Bäumen. Ab hier komplett weglos nach oben laufen, die Hangneigung im Blick behalten, ebenso Latschennester. Aber ansonsten geht es relativ gut wenn man Blick fürs Gelände hat. Wer meinem GPX folgt, kommt gut durch. Man kommt dann an ein paar Tümpel vorbei, die das Wild ja braucht um Flüssigkeit zu tanken, heute hab ich auch ein Steinbockpärchen gesehen. Nun einfach immer weiter hoch bis zur Scharte zwischen der Dürrekopfspitze und Neualpspitze (2037m) . Von hier dann Richtung Nordwesten am besten immer am Grat entlang hoch zum Gipfel , von der Scharte nochmal gut 100 hm. Auf dem Gipfel selber kein Kreuz, aber sehr schöne Rundumsicht auf alle Berge drumherum. Von hier aus könnte man auch auf den sogenannten "Keil" laufen, der eigentlich von allen Seiten unzugänglich aussieht. Nur vom Gipfel der Neualpspitze könnte man es versuchen, sieht zumindest machbar aus.

Jetzt am besten den gleichen Weg wieder runter. Man könnte natürlich ab der Scharte über die Dürrekopfhütte ins Namloser Tal absteigen. Aber da müsste man irgendwie wieder nach Rinnen zurück. Mit zwei Autos gehts ja....

Insgesamt nie schwerer wie T3, nirgends wirklich ausgesetzt und kaum Latschenhindernisse. Auch die wenigen Erosionsrinnen sind harmlos, man muss eben nur mit dem weglosen Gelände klarkommen und sich selber gut orientieren können.

Das Highlight ist aber wirklich die absolute Einsamkeit und der Abenteuerfaktor. Die Landschaft ist herrlich und fasziniert im kompletten Tourenverlauf. Der einzige Malus ist eigentlich nur die schwere Erreichbarkeit des Ausgangspunktes, aber wahrscheinlich trifft man gerade deswegen auch nie jemand dort.

Toureninfo

Besteigung der Neualpspitze über das Rotlechtal, Liegfeisttal und Hochkartal in absoluter Einsamkeit. Benutzung von Forstwegen, schmalen Jägerpfaden und weglosem Gelände.

Wegbeschaffenheit
Schotter
Wiese
Wald
Fels
Technik
3 / 6
Kondition
4 / 6
Landschaft
6 / 6
Erlebnis
6 / 6
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Autor
Bereitgestellt von Ralf Zehendner
Erstellt am 19. Juni 2026
50 Aufrufe
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Neualpspitze von Rinnen durch das Liegfeisttal
mittel
Bergwandern
23,12 km
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Weginformationen
Rast & Einkehr

keine

Wasserüberquerung

Ja

Steile Passage

Ja

Gipfeltour

Ja

Waldgebiet

Ja

Ausrüstung

Normale Bergausrüstung

Sicherheitshinweise

Gute Orientierungsfähigkeit notwendig

Anreiseinformationen
Anreise

Auto

Öffentliche Verkehrsmittel

Nein

Parken

In Rinnen, Ortsteil Rauth

Zusatzinfos & Tipps
Zusatzinfos

Nach der Bachüberquerung bei 1580m keine Möglichkeit mehr Wasser zu tanken.

Nochmal zur Info: Es handelt sich um unmarkierte , schwache Pfade und wegloses Gelände.

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