Urwaldpfad Leutenberg - Thüringer Urwaldpfade
Der Thüringer Urwaldpfad verläuft durch die schönsten Wälder Leutenbergs.
Viele schöne Rastplätze und Aussichtspunkte laden entlang dieses naturnahen Weges zum Verweilen ein.
Empfehlenswert ist es, die...
Der Thüringer Urwaldpfad verläuft durch die schönsten Wälder Leutenbergs.
Viele schöne Rastplätze und Aussichtspunkte laden entlang dieses naturnahen Weges zum Verweilen ein.
Empfehlenswert ist es, die Wanderung entgegen dem Uhrzeigersinn vorzunehmen. Der Weg ist nicht barrierefrei und nicht für Fahrradtouren geeignet.
Die Wanderstrecke beträgt 6,8 km. Allerdings erfordern drei steile Anstiege Kondition.
Bahnhof Leutenberg – Unterhütte – Goldkuppe - Abzw. Cronebrunnen - Wandslebhütte - Abzw. Cronebrunnen – Cronebrunnen – Eichendorffplatz – Save Nature Group - Gustav-Fehler-Hütte – Kalkgrubental – Schleifberg - Naturpark-Haus Leutenberg – Mühlgraben - Marktplatz Leutenberg – Bahnhof Leutenberg

Starten Sie die Wanderung an der Stele vor dem Bahnhofsparkplatz in Leutenberg.
Nach Überquerung der Bahnschienen der Sormitztalbahn laufen Sie parallel zu diesen durch die Rosenthaler Straße (K161).
Nachdem Sie ca. 500 m zurückgelegt haben, folgen Sie linksabbiegend der K162 in Richtung Rosenthal. Diese wenig befahrene Straße führt an einem Teich vorüber, der sich auf dem Gelände des Flugzentrums für Gleitschirme und Motorschirme befindet.
www.flugzentrum.com
Kurz vor dem grünen Ortseingangsschild der Unterhütte führt ein Pfad bergan in den Wald hinein und zur Goldkuppe hinauf.
Hier beeindruckt eine Vielzahl von Totholzbäumen, die den Weg säumen.
Der Pfad führt an dem ehemaligen Schieferstollen vorüber, der nicht betreten werden darf.
Nachdem die Stadt das erste Mal zu sehen ist, zeigt ein Wanderwegweiser linksabbiegend zum Cronebrunnen hinab, was die Wanderung verkürzen würde. Sie halten sich aber halbrechts, denn sonst verpassen Sie die 400 m entfernte Wandslebhütte. Auch dieser Anstieg erfordert Kondition.
Über einen Pfad und Treppenstufen geht es immer höher. Am Ende der Treppe halten Sie sich links, um in einen breiteren Grasweg einzusteigen. Nach 250 m verläuft der Weg scharf rechts und nach einem kurzen Abstieg steil bergan zur bereits sichtbaren Wandslebhütte. So haben Sie auf diesem kurzen 400 Meter-Abschnitt immerhin 50 Höhenmeter bewältigt.
Diese Anstrengung lohnt sich aber auf jeden Fall.
Als Belohnung lockt ein lauschiges Plätzchen zum Rasten mit toller Aussicht über Leutenberg und die den Ort umgebenden Höhenzüge in nördwestlicher Richtung.
Der Blick reicht über den Löhmberg und das Lemnitztal zum Ortsteil Munschwitz/St. Jakob. Daneben erhebt sich der Tannberg. Östlich vom Ilmtal thront auf dem Schlossberg die Friedensburg, der sich der Kirchberg anschließt.
Bei dem nun folgenden Abstieg ist Trittsicherheit erforderlich. Dabei nutzen Sie einen Zickzackweg, der wieder in den Grasweg mündet, über den Sie zuvor gekommen sind und wandern wieder zum Abzweig Cronebrunnen.
Auch der nun folgende Abstieg erfordert Trittsicherheit.
Robert Crone machte sich als Bürgermeister um die Entwicklung seiner Heimatstadt verdient.
Das Landschaftsbild um den Cronebrunnen wird durch einen imposanten urwaldähnlichen Baumbestand mit alten Weißtannen, Bergahorn, Fichten und Buchen bestimmt. Dabei handelt es sich um Relikte eines ursprünglichen „Herzynischen Bergmischwaldes“.
Vom Cronebrunnen führt der Weg zum Eichendorffplatz, wo es sich ebenfalls gut verweilen lässt.
Aus der Feder des Lyrikers Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff entstammt 1823 der Text von „Der frohe Wandersmann“, einem der beliebtesten deutschen Wanderlieder.
„Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt;
Dem wird er seine Wunder weisen
In Berg und Tal und Strom und Feld.
Die Trägen, die zu Hause liegen,
Erquicket nicht das Morgenrot;
Sie wissen nur vom Kinderwiegen,
Von Sorgen, Last und Not um Brot.
Die Bächlein von den Bergen springen,
Die Lerchen schwingen hoch vor Lust,
Was soll’t ich nicht mit ihnen singen
Aus voller Kehl’ und frischer Brust.
Den lieben Gott laß’ ich nur walten,
Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
Und Erd und Himmel will erhalten
Hat auch mein’ Sach’ aufs best bestellt!“
Der Weg zur Gustav-Fehler-Höhe führt über das Gelände der Save Nature Group.
Bei der gemeinnützigen Naturschutzorganisation Save- Nature-Group handelt es sich um ein Netzwerk aus freiwilligen Helfern, die im Sinne der Natur leben und handeln.
Die erst seit 2017 bestehende Organisation hat sich verdient gemacht um die Schaffung von Streuobstwiesen, die Revitaliserung des Ilmbaches und die Durchführung von Müllsammelaktionen.
Die Save Nature Group betreibt zudem mit Naturhelfern aus aller Welt die Rodaberghütte. Ein schöner Naturlehrpfad führt zu einer neu angelegten Streuobstwiese. Auf der Streuobstwiese wurde ein geschützter Rastplatz mit einem begehbaren Gründach und herrlicher Aussicht angelegt.
www.save-nature-group.de
Auf der Gustav-Fehler-Höhe angekommen, lädt die gleichnamige Hütte zur Rast ein.
Hier lässt es sich aber nicht nur gut rasten. Außerdem öffnet sich der Blick über die „Stadt der Sieben Täler“ hinweg zum Schloss Friedensburg.
Die Gustav-Fehler-Hütte wurde 1884 vom Leutenberger Verschönerungsverein zu Ehren des Fürsten Georg Albert von Schwarzburg-Rudolstädter als Georgs Höhe errichtet.
1945 erhielt sie ihren heutigen Namen. Gustav Fehler war von 1920 bis 1932 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Leutenberg. Gemeinsam mit Ernst Pabst sorgte er dafür, dass sich seine Feuerwehr zu einer besten im damaligen Land Thüringen entwickelte.
Unmittelbar hinter der Gustav-Fehler-Hütte beginnt der steile Abstieg über einem Pfad hinab ins Stadtgebiet von Leutenberg. Auch dieser Abstieg erfordert Trittsicherheit. Im Kalkgrubental kreuzen sich mehrere Wege.
Hier besteht eine Möglichkeit abzukürzen, wenn Sie geradeaus über die Bahnschienen gehen, kommen Sie bereits nach 400 m direkt zum Marktplatz. Allerdings verpassen Sie dann einen schönen naturnahen Abschnitt des Urwaldpfades und außerdem das Naturpark-Haus.
Von hier ist auch ein Abstecher zum 300 m entfernten Kinderbauernhof lohnenswert.
Im August 2009 wurde der Leutenberger Kinderbauernhof im Grünen e.V. gegründet. Ziel einiger engagierter Personen war und ist es, wieder etwas Landleben in Leutenberg greifbar zu machen. Dazu gehört, sich wieder mehr mit Tieren zu beschäftigen. Das gilt nicht nur für Kinder. Ein weiteres Anliegen besteht darin, den Stadtmensch wieder mehr an die Natur heranzuführen. Gern gesehen ist hier jeder, der sich für Tiere und die Natur interessiert.
Die Einrichtung ist für alle offen, die gern mitarbeiten möchten.
www.leutenberger-kinderbauernhof.de
Entsprechend des Wanderwegweisers führt eine Treppe nach oben, die wenig später durch einen Pfad abgelöst wird. Das erfordert einmal mehr Kondition. So erreichen Sie nach ca. 300 m den Standort des einstigen Kaiser-Friedrich-Turmes.
Nun führt der wildromantische Pfad entlang des Schleifberges.
An der Struktur des Waldes zeigt sich, dass hier schon lange die Axt ruht und sich allmählich ein Urwaldpfad herausbildet.
Auf dem gut beschilderten Weg passieren Sie mehrere Weggabelungen mit Wanderwegweisern. Obwohl verschiedene Abkürzungen zum Markt angeboten werden, sollten Sie sich stets in Richtung Naturpark-Haus Leutenberg orientieren. Dadurch verpassen Sie nichts von diesem tollen Weg.
In diesem Sinne laufen Sie zur 400 m entfernten Weggabelung. Ein Wanderwegweiser zeigt dort zum 1,2 km entfernten Naturpark-Haus. Der Urwaldpfad schlängelt sich linksabbiegend ins Tal hinab.
Hält man sich rechts, erreicht man nach ca. 1 km mit dem Aussichtspunkt „Sieben-Täler-Blick“ ein weiteres attraktives Wanderziel um Leutenberg.
Vor den Bahnschienen biegen Sie scharf rechts ein und laufen parallel zu diesen. Dabei wird rechterhand der Garkochteich passiert. Wenig später erreichen Sie das Gelände des Naturpark-Hauses Leutenberg.
Das Naturpark-Haus beherbergt nicht nur die Verwaltung des Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Naturfreunde finden hier Ausstellungen zum Naturpark mit Terrarium und eine umfangreiche Sammlung glitzernder Mineralien. Die umfangreiche Geopark-Ausstellung „Abenteuer Erdgeschichte“ lässt die Besucher weit in die Vergangenheit eintauchen.
Im Außenbereich der Einrichtung führen künstlerisch gestaltete NaturParkWelten durch eine abwechslungsreiche Bachlandschaft entlang des Sormitzweges. Zwei Kinderspielplätze erfreuen insbesondere die kleinen Besucher. Mitmachelemente vermitteln spielerisch den Kontakt zur Natur.
Der Naturpark erstreckt sich auf einer Fläche von 830 Quadratkilometern. Er ist ein wichtiges Bindeglied der umliegenden Landschaften des Naturparks Frankenwald im Süden mit denen des Naturparks Thüringer Waldes im Westen. Neben dem Rennsteig verbindet auch der Europäische Fernwanderweg E3 (EB) und das "Grüne Band" entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze beide Regionen. Inzwischen gehört auch der Nationale Geopark "Schieferland" zu diesem Verbund.
www.thueringer-schiefergebirge-obere-saale.de
Ab dem Naturpark-Haus begleitet Sie auch der Leutenberger Kinderwanderweg „Dem Feuersalamander auf der Spur“ bis zum Marktplatz von Leutenberg. Anschließend gelangen Sie über die Sormitzbrücke zur Wurzbacher Straße (B90), in die Sie rechts einschwenken.
Gleich neben dem Parkplatz des Naturpark-Hauses befindet sich eine weitere Stele des Urwaldpfades Leutenberg, von wo die Wanderung ebenfalls begonnen werden kann.
Nun überqueren Sie die stark befahrene Straße und folgen einem Gehweg stadteinwärts. Nach 100 Metern entfernen Sie sich von der Bundesstraße und folgen einem Wegweiser in Richtung Marktplatz. Am ehemaligen Mühlgraben entlang gelangen Sie schließlich in das Zentrum der Kleinstadt Leutenberg mit ihrem Marktplatz.
Dort folgen Sie der Hauptstraße, um anschließend links in die Straße namens „Am Ilmbach“ einzubiegen. Wieder an der B 90 passieren Sie einen Kreisverkehr, überqueren abermals die Sormitzbrücke, um zum Ausgangspunkt am Bahnhof Leutenberg zurückzuwandern.
Festes Schuhwerk
Ausreichend Wasser
Proviant
Nicht Vergessen: Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser
Gegenüber dem Bahnhof befindet sich auch der Parkplatz für den Urwaldpfad Leutenberg.
Über die B90 führt eine Verbindung über Leutenberg A9 bei Bad Lobenstein. In entgegengesetzter Richtung zur A71, wird die B90 im Nachbarort Hockeroda unterbrochen, von wo man über die B85 bis Rudolstadt gelangt. Anschließend führt die erneut die B90 zur A71 bei Stadtilm.Leutenberg liegt an der Bahnstrecke EB 32 von Saalfeld nach Blankenstein/Saale, dem Ort, wo zugleich der Rennsteig beginnt oder endet. Bahnverbindungen mit passendem Busanschluss können über das Reiseportal der Deutschen Bahn (reiseauskunft.bahn.de) erkundet werden.
Weitere Parkmöglichkeiten: Parkplatz am Naturpark-Haus in der Wurzbacher Straße und auf dem Marktplatz Leutenberg
Weitere Parkmöglichkeiten: Marktplatz Leutenberg und der Parkplatz am Naturpark-Haus in der Wurzbacher Straße 16.
Hier befindet sich ein weiteres Eingangsportal des Thüringer Urwaldpfades Leutenberg, welches eine alternative Einstiegmöglichkeitdarstellt.
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