Vom Rittergut Knau zur Bankschenke
Knau liegt im westlichen Plothener Teichgebiet in etwa 450 m ü. NN. Der Ortsname ist als Rodename zu deuten (1378 Knauwe, sorbisch knov; darunter ist wohl ein Ort zu verstehen, wo noch die Stöcke der gefällten...
Knau liegt im westlichen Plothener Teichgebiet in etwa 450 m ü. NN. Der Ortsname ist als Rodename zu deuten (1378 Knauwe, sorbisch knov; darunter ist wohl ein Ort zu verstehen, wo noch die Stöcke der gefällten Bäume stehen). Der Ort wird 1374 als Klosterhof der Benediktiner-Abtei zu Saalfeld urkundlich erwähnt, ist sicher viel älter. Die Saalfelder Mönche waren auch entscheidend an der Anlegung der Teiche im Raum Dreba – Plothen beteiligt. Am Rittergut, mit dem die Entwicklung des Dorfes eng verbunden ist, wurden Scherben aus dem 12. Jahrhundert gefunden.
►►► Wir gehen durch den herrlichen Park und folgen der Straße nach rechts. Am tiefsten Punkt (links Gestüt und Teich) biegen wir nach rechts in einen Feldweg ein (auch Historischer Wanderweg No. 3), kommen zum Waldrand (Tafel Töpfersberg) und gehen links weiter. Der Weg führt in das Kleine Mordtal hinab.
Aufpassen! Der Weg hat früher bis zum Flüsschen Dreba geführt, jetzt endet er in unwegsamen Gelände. Nach etwa 900 m kurz nach Eintritt in den Wald biegen wir deshalb an einem unscheinbaren Abzweig nach links ab und steigen langsam bergauf. Der Weg biegt nach links ab und führt über den Berg direkt hinunter zur Straße (L2350). Wir laufen auf dieser wenige hundert Meter bis zur Brücke (Tafel zur Geschichte der Oberlandbahn).
►►► Hier wenden wir uns nach links und wandern im Tal der Dreba entlang. Nach Überqueren der schönen Steinbogenbrücke (tiefster Punkt der Wanderung, 395 m ü. NN) schreiten wir hinauf nach Posen (Fachwerkhäuser, 1378 Possena, vom sorbischen Namen „Bozenj“ = Wohnsitz des Bozen ab).
►►► Vom Dorfrand aus laufen wir etwa fünf Minuten auf der Straße nach Pößneck und biegen rechts in einen Feldweg ein. Bald treten wir in den Wald ein, wandern geradeaus weiter, gelangen auf eine Straße und auf dieser nach rechts zu der an einer Kreuzung liegenden Gaststätte „Bankschenke“.
►►► Wir wandern rechts am Teich vorüber. Im Wechsel von Wald und Flur kommen wir zu einem Wegekreuz und wenden uns nach rechts. Erst durch ein Waldgebiet, später auf offener Flur und einem idyllischen Bachtal erreichen wir den Ortsrand von Knau. Deutung der Ortsnamen von Heinz Rosenkranz.

Dieter Kögler, Wanderungen der Volkssolidarität Oberland e.V.
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