Napoleon.Krabat.Karl XII.
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Napoleon.Krabat.Karl XII.

Distanz
6,37 km
Dauer
02:00 h
Aufstieg
18 hm
Seehöhe
155 - 166 m
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Weitläufige unverbaute Fluren, soweit das Auge reicht und ein wohltuhender Duft von Kamille und Holunder laden zum Entschleunigen ein.

Das muss wohl auch der Schwedenkönig Karl XII. gefühlt haben, als er...


Beschreibung

Weitläufige unverbaute Fluren, soweit das Auge reicht und ein wohltuhender Duft von Kamille und Holunder laden zum Entschleunigen ein.

Das muss wohl auch der Schwedenkönig Karl XII. gefühlt haben, als er sich 1706 während des Großen Nordischen Krieges in Nechern aufgehielt. Damals versprach er dem gegnerischen Volk milden Umgang mit den Besiegten. 

Im benachbarten Wurschener Schloss übernachtete 1806 sogar Kaiser Napoleon auf seiner Rückreise nach der Unterzeichnung des Tilsiter Friedens, bevor er 7 Jahre später zur Schlacht bei Bautzen zurückkehrte.

Nechern ist Heimatort des Künstlers Martin Nowak-Neumann. Mit seinem Werk "Mišter Krabat" holte er die berühmteste sorbische Sage wieder in das öffentliche Bewusstsein. 

 

 

Toureninfo

Sorbischer Tourentitel: Napoleon.Krabat.Korla XII.Eine Wald- und Wiesenwanderung durch die Geschichte

Technik
k.A.
Kondition
1 / 6
Landschaft
4 / 6
Erlebnis
k.A.
Autor
Bereitgestellt von OHTL e.V.
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Weginformationen
Wegverlauf

 

Das Martin-Nowak-Neumann-Haus im Dorf Nechern, ein Ortsteil der Stadt Weißenberg, ist Ausgangspunkt dieser Wandertour.
Bekanntheit erlangte Nechern vor allem als Heimatort des sorbischen Künstlers Martin-Nowak-Neumann. Mit seinem Werk "Mišter Krabat" holte er die berühmteste sorbische Sage von dem Bauernjungen aus Eutrich, der sich den schwarzen Künsten verschrieb, im Jahr 1954 wieder in das öffentliche Bewusstsein. Im Ort können Besucher Nowak-Neumanns aufwendig saniertes Wohnhaus, den originalgetreuen Laden, eine eigentümlich eingerichtete Wohnstube und sein Atelier besichtigen. Hinter dem Haus lohnt sich auch ein Blick in sein „Paradiesgärtlein“.An der Riegelstraße führt der Weg nach links in Richtung Eselhof.
Hier können große und kleine Besucher die Hoftiere besuchen oder eine geführte Eselwanderung buchen.Die Straße führt etwa einen Kilometer entlang an einigen historischen Umgebindehäusern bis zum Ortsrand. Auf der wenig befahrenen Landstraße erreicht der Wanderer eine kleine Brücke, die über das Kotitzer Wasser führt. Vor der Brücke biegt links der Pilgerweg in Richtung Wurschen ab.Besucher, die gern die Riegelmühle, eine Wassermühle mit Zuppinger-Rad, besichtigen wollen, folgen der Landstraße noch etwa 100 Meter über die Brücke geradeaus. 
Bereits im 16. Jahrhundert berichten Einwanderer in Australien über das Bauwerk. In ihrer heutigen Bauweise existiert sie seit dem Jahr 1871. Seit 1916 ist sie in Familienbesitz und wird durch den Verein Riegelmühle e.V. gepflegt. Jedes Jahr am Pfingstsonntag, zum Deutschen Mühlentag, können Besucher die Riegelmühle besichtigen. In der übrigen Zeit sind Führungen nach Voranmeldung möglich.
Nach der Besichtigung geht es zurück bis zur Brücke und dort dann rechts auf den Pilgerweg (Symbol = weiße Muschel).Nach 400 Metern halten sich Spaziergänger links auf dem grasbewachsenen Feldweg, der ebenfalls mit dem Pilgerzeichen ausgewiesen ist.
Die Tour führt weiter durch eine historisch noch heute bedeutsame Landschaft. Im Großen Nordischen Krieg (1700-1721) hielt sich im Jahr 1706 der damals nur 24-jährige schwedische König Karl XII. kurzzeitig in Nechern auf und erreichte, dass das Bündnis Sachsen-Polen aus der Dreierallianz mit Russland und Norwegen-Dänemark ausschied. Seit 1810 erinnert ein Gedenkstein an die Niederlage der Sachsen. Er zeugt auch von dem Versprechen Karls XII., milde mit dem gegnerischen Volk umzugehen.
Den sogenannte Schwedenstein erreicht man nach etwa 500 Metern auf der rechten Seite.
Hinter dem Stein geht es weiter auf dem Mühlenweg in Richtung Löbauer Wasser.Geradeaus erreicht der Weg die Rückseite des Dorfes Wurschen. Am Schlossplatz biegt er links ab und führt direkt auf das Schloss Wurschen zu.
Ein Jahrhundert nach König Karl XII. wird die Gegend zum heftig umkämpften Gebiet in den Napoleonischen Kriegen. Im Wurschener Schloss übernachtete im Jahr 1806 Kaiser Napoleon auf seiner Rückreise nach der Unterzeichnung des Tilsiter Friedens, bevor er sieben Jahre später zur Schlacht bei Bautzen zurückkehrte. Während dieser Schlacht am 20./21. Mai 1813 befand sich im Wurschener Schloss das Hauptquartier der verbündeten Russen und Preußen; daher ist die Schlacht am Arc de Triomphe in Paris als Bataille de Wurschen verzeichnet. Heute ist das Schloss wieder im Besitz des Grafen Alfred zu Solms-Sonnenwalde, der es nach der Enteignung nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1997 wieder dem Familienbesitz zuführte. Der in Wurschen ansässige Verein "Napoleonstrasse 1813 e.V." arbeitet die regionale Geschichte auf. Rechts am Schloss vorbei führt der mit dem Pilgerzeichen ausgewiesene Schlossweg in den angrenzenden Park bis zur Landstraße (Weißenberger Straße). Nach ca. 50 Metern rechts auf der Landstraße biegt links der Napoleonweg ab. Auch er ist als Pilgerweg gekennzeichnet. Nach etwa 100 Metern biegen Sie links in die Siedlerstraße ein, gehen dann nach ca. 80 Metern rechts in die Straße "Am Kirschgarten" und folgen dieser bis zum Ende.
Hier bietet die Tour eine kleine Imbiss-Option im "Bistro Babu´s Inn". Nun führt der Weg links auf der Rodewitzer Straße entlang bis Sie wieder die Landstraße (Weißenberger Straße) überqueren. Sie laufen nun auf einer mit Kopfsteinen gepflasterten Straße weiter. Dieser Steinkreuzweg führt direkt wieder zum Schloss Wurschen.Am Schloss vorbei folgen die Besucher zunächst der Route, auf der sie gekommen sind, dem nach Nechern ausgewiesenen Radweg bis zu dem bekannten Schwedenstein. Dort biegt die Strecke jedoch rechts in einen Feldweg ein und führt geradewegs eine blaue Scheune am Horizont zu.
Auf dem historischen Dreiseithof lohnt sich ein Besuch bei der "Tortenzauberin" der Oberlausitz und der Verzehr ihrer Pilgerkekse.Vorbei an der Scheune mündet die Strecke links an der Straße wieder am Ausgangspunkt, dem Martin-Nowak-Neumann-Haus.
Kartenmaterial

"Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft - Biosphärenreservat - Blatt 2-Bautzen" SACHSEN KARTOGRAPHIE

Diese und andere Karten finden Sie auch im Onlinehop der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH.

Ausrüstung

Festes SchuhwerkFernglasJe nach Jahreszeit MückensprayHandy mit PowerbankErst-Hilfe-SetProviantWitterungsentsprechende Kleidung (Mehrschichtprinzip)

Sicherheitshinweise

Die Tour istNICHT ausgeschildert.

Das Betreten der Wälder erfolgt auf eigene Gefahr. Bei wiedrigen Witterungsbedingungen wird jedoch dringend davon abgeraten. (Gefahr von Astbruch)

Aufgrund einer nicht gleichmäßig guten Netzabdeckung wird empfohlen, die Tour vor dem Start zu downloaden, damit sie ggf. auch offline verwendet werden kann.

Anreiseinformationen
Anreise

Autobahnabfahrt Bautzen Ost, zunächst  auf B 156 Richtung Bautzen und Löbau folgen (ca. 3 km) und  dann der B 6  Richtung Löbau folgen (ca 2 km). Danach nach links Richtung Weißenberg auf die S 111 abbiegen und bis Nechern fahren. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahnhof Bautzen und ab Busbahnhof mit Bus Linie 108 bis Nechern

An-/ Abfahrt: Bautzen - Gröditz - Weißenberg

An-/ Abfahrt: Weißenberg - Gröditz - Bautzen 

Parken

Am Wegesrand nahe Martin Nowak-Neumann-Haus

Zusatzinfos & Tipps
Tipps

PicknicktourBarrierefreie Strecke (z. T. Wald- und Wiesenwege)Voranmeldung nötig für : Martin-Nowak-Neumann-Haus, Eselhof und Riegelmühle

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