Grenz-Land-Geschichte
Eine abwechslungsreiche Reise zum Kennenlernen der beeindruckenden Landschaften der Altmark und des Wendlandes. Heute ist das Unwirkliche der ehemaligen innerdeutschen Grenze Vergangenheit. Beginnen Sie...
Eine abwechslungsreiche Reise zum Kennenlernen der beeindruckenden Landschaften der Altmark und des Wendlandes. Heute ist das Unwirkliche der ehemaligen innerdeutschen Grenze Vergangenheit. Beginnen Sie die Radtour in Osterburg oder Salzwedel - beide Städte sind sehr gut mit der Bahn zu erreichen. Entdecken Sie auf Ihrer Radreise die Unterschiede: im Wendland knapp 100 Rundlingsdörfer, in der Altmark überwiegen die Straßendörfer mit Vierseithöfen.
Planen Sie mindestens 2 Übernachtungen ein, um die verschiedenen Städte und Landschaften in Ruhe zu erkunden.

Sie fahren entlang der Geschichte. Ab dem 10. Jahrhundert bildeten sich die Grenzen der politischen Territorien, dem späteren Preußen und dem Königreich Hannover, heraus. Heute gehört die Altmark zu Sachsen-Anhalt und das Wendland zu Niedersachsen.
Die „Grenzmark“ war eine von sächsischen Herzögen eroberte Region zwischen dem Herzogtum Sachsen und dem Wendland. Markgraf Albrecht der Bär begann im Gebiet der späteren Altmark die große ostelbische Kolonisation. Im 13. Jahrhundert erlangten Städte mehr Selbstständigkeit. Sie legten Stadtrechte nach den Vorbildern des Magdeburger und Lübecker Rechts fest. Altmarkstädte wurden Mitglied in der Hanse. Zudem entstanden die Backsteinbauwerke des Mittelalters und das städtische Leben florierte. Um das Jahr 800 siedelten auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Lüchow-Dannenberg die Wenden, ein slawischer Volksstamm, die der Region ihren Namen gaben. Ab dem frühen Mittelalter stand das Wendland unter der Herrschaft des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg. In der weitestgehend landwirtschaftlich geprägten Region nahmen Flachsanbau und Leinenproduktion einen hohen Stellenwert ein. Sie verschwanden jedoch mit der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts. Es folgte der intensive Anbau von Zuckerrüben sowie Kartoffeln. Heute ist das Wendland zudem das größte Anbaugebiet für ökologische Landwirtschaft in Deutschland.
Bis zur Gründung beider deutscher Staaten blieb Salzwedel das regionale Zentrum. Hier besuchte man z.B. höhere Schulen, erledigte Einkäufe und fuhr per Bahn in die Metropolen. Anschließend bestimmte die immer unüberwindbarer werdende Grenze alle Lebensbereiche. Ab den 1980er Jahren fanden Künstler und Intellektuelle in der ruhigen Randlage des Wendlands ihren Lebensraum. Die jährliche “Kulturelle Landpartie“ zwischen Himmelfahrt und Pfingsten besuchen 10tausende Gäste, sodass Unterkünfte und Parkplätze in dieser Zeit sehr gefragt sind.
Ja
Sowohl Salzwedel als auch Osterburg sind sehr gut mit der Bahn zu erreichen.
www.region-wendland.de/grenzlandgeschichte
www.salzwedel.de
Alle im Faltblatt genannten Hotels und Pensionen (Download unter www.region-wendland.de/grenzlandgeschichte) beherbergen Gäste für eine Nacht
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