Flatland Route Rundradstrecke
Schwierigkeitsgrad: 2
Die Nordösterbotten-Rundfahrt ist eine vielseitige, aber auch für Anfänger geeignete Radtour an der Küste der Bothnischen Bucht, die aus vier verschiedenen Streckenabschnitten besteht. Die ersten Tage...
Die Nordösterbotten-Rundfahrt ist eine vielseitige, aber auch für Anfänger geeignete Radtour an der Küste der Bothnischen Bucht, die aus vier verschiedenen Streckenabschnitten besteht. Die ersten Tage von Liminka aus folgen dem ebenen Küstenstreifen von Sandstrand zu Sandstrand und von Hafen zu Hafen entlang Lumijoki, Siikajoki, Raahe und Pyhäjoki. Danach geht es entlang alter Heckenwege des Pyhäjoki-Flusses ins Inland bis Merijärvi und weiter bis Oulainen. Die Rückfahrt nach Norden in Richtung Vihanti verläuft durch den Wald zu den Wanderwegen, Schutzhütten und Kotas von Vihanti, bevor der letzte Abschnitt von der alten Industrielandschaft von Ruukki zurück nach Liminka der Bahngleise und Wartungsstraßen von Pohjanmaa folgt.
Das Herzstück der Route sind die ruhigen Neben- und Sandstraßen sowie die vielfältigen Streckenabschnitte und die winzigen Dörfer, deren Dorfgemeinschaft in Form von persönlichen und einzigartigen Dienstleistungen für den Reisenden sichtbar wird. Ein pensioniertes Schiff lebt an Land als Café und Gasthof weiter, der Schulhof dient im Sommer als Campingplatz, oder eine alte Jugendstilvilla oder ein Gesundheitszentrum wurde für Reisende zu einer Erholungsstätte renoviert. Zusätzlich gibt es auf der Route zum Beispiel das international sehr wertvolle Naturschutzgebiet und Naturzentrum Liminganlahti sowie mehrere alte Kirchen, Baumparks, einige der ältesten Brücken Finnlands und diverse Museumsbereiche. Die Route führt auch durch Alt-Raahe, eine der am besten erhaltenen Holzstädte Finnlands aus dem 19. Jahrhundert.â¯
Die Route ist durch öffentliche Verkehrsmittel gut erreichbar: Die Bahnhöfe entlang der Route befinden sich in Oulainen, Vihanti und Ruukki. Von Oulu aus erreicht man den Startpunkt Liminka in etwas mehr als einer halben Stunde mit dem Bus, und auch mit dem Fahrrad sind es nur 30 Kilometer bis zum Startpunkt. Die Route bietet für jeden eine entspannte 5 bis 6-tägige Tour, entweder mit Zelt oder ausschließlich mit Unterkunftsdienstleistungen. Schnelle Fahrer können die Route auch deutlich schneller fahren, zum Beispiel als 3-tägige Wochenendtour - je nach Wetter, Kondition und Begleitung.â¯
Wenn du die Route am Outdooractive-Routenführer in Richtung Uhrzeigersinn befahren und navigieren möchtest, dann:
Gehe zur Routenkarte in der Outdooractive-App und Wähle oben rechts unter den drei Punkten „Ähnliche Route planen“ (in Android „Route kopieren“) Danach öffnet sich eine neue Ansicht, wo du wieder oben rechts die drei Punkte auswählst und dann „Umgekehrte Reihenfolge“ anklickst Speichere danach den Plan, den du dann genauso navigieren kannst wie die Originalroute.Informiere dich zur Route und zum empfohlenen Fahrt-Rhythmus näher unten in den Routenhinweisen.â¯
STATISTIK
Länge: 320 km
Dauer: 5–6 Tage
Höhenmeter: 770 m
Höchster Punkt: 126 m
Schwierigkeitsgrad: 3
% unbefestigt: 55 %
% Pfad: 1 %
Begehbar: 100 %
HIGHLIGHTS
Idyllische und persönliche Dörfer mit einzigartigen Dienstleistungen.
Ruhige Sand- und Waldwege, die die Dienstleistungen und Sehenswürdigkeiten der Region verbinden.
Endlose Sandstrände und zahlreiche Fischerhäfen an der Küste der Bothnischen Bucht.
Die Heckenwege des Pyhäjoki mit Rastplätzen.
Zahlreiche Schutzhütten und Kotas im Wald und an Gewässern.
Alt-Raahe, eine der am besten erhaltenen Holzstädte Finnlands aus dem 19. Jahrhundert.
Liminganlahti Natura-Gebiet und Naturzentrum.
Die Fülle an Dienstleistungen macht das Wandern leicht und unkompliziert.
Die Ebenheit, insbesondere an der Küstenstrecke, macht das Vorankommen effizient.

Routenhinweise
Die klarsten Startpunkte der Route sind Oulainen, mit dem nächstgelegenen Bahnhof für Zugankünfte aus Richtung Helsinki, und Liminka, das nur einen Steinwurf von Oulu entfernt liegt. Hier ein entspannter Tagesrhythmus, der auch für Ungeübte geeignet ist.
Die Route ist mit Zelt oder von Gasthof zu Gasthof befahrbar. Der untenstehende Fahrt-Rhythmus ist zum Genießen der Unterkunftsdienste gedacht, aber mit täglichen Zeltplatzempfehlungen. Das Zelten ändert den Routenrhythmus nicht wesentlich, bringt aber mehr Flexibilität beim Vorankommen. Momentan ist die Route eine der besten Kombinationen aus tollen Zeltplätzen und interessanten Gasthöfen.
Mit dem vorgeschlagenen Rhythmus ergeben sich sechs Radetappen, aber wenn man die Kürze der Tage und besonders die Ebenheit der Küstenstrecke und des Pyhäjoki berücksichtigt, kann ein schnellerer Radfahrer die Route sogar mit doppelter Geschwindigkeit in drei Tagen fahren.
Tag 1, Liminka - Törmälä-Hof in Siikajoki (57 km, 125 m Aufstieg)
Die Flatland Route beginnt im Zentrum von Liminka auf einer asphaltierten Straße, die durch Felder führt, in die Ruhe des Naherholungsgebiets Rantakylä. Am Naturzentrum Liminganlahti kannst du gleich am Anfang einen Abstecher machen, indem du vom Rantakylä-Erholungsgebiet über Jurvalankuja, Seikkulankuja und Mattilankuja zur Lumijoentie-Radweg geleitet wirst, von wo du etwa 100 Meter wieder nach Norden zurückfährst. Zurück auf die Route kommst du auf dem gleichen Weg. Auf dem Weg zum Lumijoki wird die Strecke zunächst zu einem Sandweg und bald danach zu einem teilweise sandigen Waldweg. Mit schmaleren Reifen solltest du dort zeitweise vorsichtig fahren, aber die Sandflächen bei Rantakylä liegen schnell hinter dir. Ein etwa zwei Kilometer langer Pfadabschnitt tief im Wald ist der längste der ganzen Route, aber schnell und glatt verläuft er kaum verlangsamt er das Vorankommen.â¯
Nach den Diensten in Lumijoki führt die Route über Sandwege an die Küste der Bothnischen Bucht und genauer an die Liminganlahti, deren international wertvolles Vogelgebiet vollständig geschützt und zudem Natura-Gebiet ist. Dort gibt es einen Aussichtsturm und am Grillplatz Sannanlahti reichlich Platz zum Zelten. Von Liminganlahti sind es aber nur etwa zehn zusätzliche Kilometer bis zum Fischerhafen Varjakka in Lumijoki, wo ein sympathisches Schiffscafé und Gasthaus Hailuoto, ein kostenloser Zeltplatz, Wasser, Grillkota, Duschen und eine Sauna zur Miete zu finden sind. Die Entfernung von Liminka bis Varjakka beträgt etwa 32 km.â¯
Von Varjakka beginnt eine Reihe von acht Fischerhäfen bis Siikajoki, wo der erste Fahrtag im Prinzip endet. Der Abschnitt von Varjakka nach Siikajoki beginnt mit einem etwa 10 km langen geraden Sandwegestück und verläuft dann auf asphaltierten Straßen, grob der Küstenform folgend. Kleine Fischerhäfen bieten gute Rastplätze und Regenschutz von Kota bis kleinen Hütten. In Varessäikäs gibt es neben einem Sandstrand auch eine Kota und eine Schutzhütte. Auf dem Bauernhof Kurikka Lammastila kannst du auch in einer gemütlichen Saunahütte am Rande eines Schafgeheges am Meer übernachten. Am Törmälä-Hof besteht die Möglichkeit, im Zelt zu übernachten, und je nach Reservierung gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten in Hütten, die sich in Siikajokikylä beim Golfplatz und Golfrestaurant befinden.
Tag 2, Törmälä-Hof - Raahe (49 km, 58 m Aufstieg)
Der zweite Tag ist ebenso eben und offen mit Landschaften aus Ackerland und Kiefernwäldern der Bothnischen Bucht, gewürzt mit einigen Küstenbesuchen. Die Route von Siikajoki nach Raahe folgt lange Zeit wenig befahrenen asphaltierten Straßen. Von der Straße bei Raahe gibt es einen sieben Kilometer langen Abstecher zum Sandstrand Tauvo. Für Radfahrer könnte die Versuchung bestehen, Tauvo von der Route auszulassen, aber der dortige schöne Sandstrand belohnt den Aufwand garantiert. Der Strand von Tauvo mit Sommerkiosken ist ein ausgezeichneter Rast- und Wasserholplatz, bevor die Fahrt nach Süden fortgesetzt wird. In Tauvo findest du auch eine Feuerstelle und eine Schutzhütte. Zurück auf die Route gelangst du wieder auf dem gleichen Weg.
Die Pizzeria & Kebab in Pattijoki liegt strategisch so günstig etwa bei Kilometer 44, dass man sie schwer übersehen kann, obwohl die Stadt nur noch fünf Kilometer entfernt ist. Die im Jahr 1987 fertiggestellte Steingraderbrücke von Pattijoki ist die älteste Steinbogenbrücke Nordfinnlands und war Teil einer bereits im 17. Jahrhundert erbauten Oulu-Vaasa-Route. Die letzten Kilometer in die fast 400 Jahre alte Stadt Raahe und die Altstadt aus Holz folgen dem Verlauf dieser historischen Straße, auch wenn man dies vom Radweg für Fußgänger und Radfahrer nicht unbedingt erkennt.
Die Stadt Raahe ist die größte Siedlung entlang der Route und entsprechend gibt es zahlreiche Verpflegungs- und Unterkunftsmöglichkeiten. Die Radetappe von Siikajoki nach Raahe ist vielleicht die einfachste der gesamten Route, aber die nächsten Gasthöfe befinden sich erst weit entfernt in Pyhäjoki, und ein früheres Eintreffen in die im 19. Jahrhundert entstandene Holzstadt schadet ohnehin nicht. Der Campingplatz Lohenpyrstö vor Raahe ist eine Option für Camper mit Stränden und Saunen.
Tag 3, Raahe - Pyhäjoki (43 km, 90 m Aufstieg)
Der dritte Tag an der Küste ist sowohl in Länge als auch in Höhenmetern ebenfalls leicht, aber die Fortbewegung erfolgt wieder überwiegend auf Sandwegen. Acht Kilometer ab Raahe beginnt eine reizvolle Reihe von Sandwegen im Schatten teilweise dichter Laubbäume, die vier Schutzhütten zwischen Raahe und Pyhäjoki verbindet.
Der Tag besteht größtenteils aus flottem und abwechslungsreichem Sandwegsradeln über verschiedenartige und große Schotter- sowie glatte Waldwege. Die Verpflegungsstellen und zugleich die einzigen Wasserstellen des Tages befinden sich bei den Radkilometern 5, 10 und 15. Ansonsten fungieren die Schutzhütten, neben dem Holzartenpark Yli-Mattila, der sich etwas vor der Ankunft in Pyhäjoki befindet, als geeignete Pausenplätze.â¯
In Pyhäjoki gibt es zwei Läden, einige Restaurantoptionen und zwei Unterkunftsmöglichkeiten. Die erste, Kielosaari Riverside Cottages and Camping, bietet Hüttenunterkünfte und Zeltplätze. Für Camper ist der Campingplatz Kielosaari eine einfache Wahl nahe der Dorfdienste, aber auch ein Übernachten auf dem Schulhof Pirttikoski ist möglich, wo es WC und eine Wasserstelle für Camper gibt. Vom Dorf Pyhäjoki sind es etwa neun Kilometer flussaufwärts nach Pirttikoski.â¯
Tag 4, Pyhäjoki - Oulainen (61 km, 60 m Aufstieg)
Der vierte Tag besteht insgesamt aus Aufstieg, zumindest technisch gesehen, da der Pyhäjoki flussaufwärts bis nach Oulainen begleitet wird. Die Route führt nahezu den ganzen Tag über idyllische und historische Heckenwege, was die Tagesetappe in Finnland ziemlich außergewöhnlich macht. Wahrscheinlich gibt es keine schönere Route vom Küstengebiet zurück ins Inland.â¯
Die Schutzhütte und der Kiosk bei Pyhänkoski liegen auch angenehm ungefähr in der Tagesmitte, und der Einkauf in Merijärvi erfordert nur wenige Kilometer Abstecher von der Route. Näher bei Oulainen am Flussufer gibt es zudem mehrere Schutzhütten an Aussichtspunkten als Rastplätze, von denen der Strand Petäjäskoski mit Grillunterstand auch ein ausgezeichneter Übernachtungsplatz ist.â¯
Die kulturell interessanteste Unterkunft in Oulainen bietet das über 100 Jahre alte Penttilä-Haus, aber auch andere Unterkunftsmöglichen sind vorhanden. Zwei Kilometer östlich von Piipsjärvi liegt Honkamaja, das Unterkunft und Verpflegung anbietet.
Hinweis! In Oulainen, Vihanti und Ruukki gibt es Bahnhöfe und somit regelmäßige Zugverbindungen nach Oulu und Richtung Helsinki. Diese drei Orte dienen daher als alternative Start- und Endpunkte der Route bei Anreise mit dem Zug oder bei geänderten Plänen.
Tag 5, Oulainen - Vihanti (55 km, 250 m Aufstieg)
Von Oulainen wendet sich die Route endlich wieder nach Norden und auf den Ausgangspunkt des Rundkurses zu. Der fünfte Radtag nach Vihanti nutzt Sandwegabschnitte, Schutzhütten und Kotas des Vihanti-Kinttupolku-Wanderwegenetzes, wodurch die Etappe so wild und wie nur möglich parceliertes südliches Nordösterbotten bietet. Die Schutzhütten sind in gutem Zustand und es gibt oft Brennholz. Für Camper gibt es mehrere Übernachtungsoptionen, von denen vielleicht die interessanteste die riesige Schutzhütte Kiviharju ist, mit Platz für weit über ein Dutzend Übernachtungen im schönen frischen Kiefernwald.
Obwohl der größte Teil des Tages auf einfachen Schotterstraßen verläuft, gibt es auch ein paar Kilometer schwierigere Abschnitte, was auf die Verknüpfung der Schutzhütten und Kotas zurückzuführen ist. Zur Schutzhütte Mutterimaja gelangt man über einen etwa einen Kilometer langen, weichen Straßenabschnitt und von der Schutzhütte Kiviharju geht es etwa einen Kilometer lang auf einem teils pfadartigen Loipengrund weiter. Die Route wird nun auch hügeliger als die ebenen Küstenabschnitte, wobei die Höhenmeter aber insgesamt relativ gering bleiben.
Das alte Bergbaudorf Lampinsaari bietet Gutshausunterkünfte sowie einen Campingplatz und ein Café, etwa 35 km von Oulainen entfernt. Der fünfte Tag endet im Dorf Vihanti, wo der Heimatverein Vihanti Unterkünfte am Ufer des Kirkkojärvi anbietet.â¯
Hinweis! In Oulainen, Vihanti und Ruukki gibt es Bahnhöfe und somit regelmäßige Zugverbindungen nach Oulu und Richtung Helsinki. Diese drei Orte dienen daher als alternative Start- und Endpunkte der Route bei Anreise mit dem Zug oder bei geänderten Plänen.
Tag 6, Vihanti -â¯Liminka (58 km, 187 m Aufstieg)
Das Thema des letzten Tages der Route sind weitgehend die kiesigen Wartungsstraßen der staatlichen Eisenbahnen, die eine direkte und teilweise verkehrsfreie Radverbindung zurück nach Liminka bieten. Der Tag beginnt in Vihanti, von wo aus ein Abstecher zum Strand und Sommercafé Mäntylampi gemacht wird. Sand- und wenig befahrene asphaltierte Straßen führen schließlich in das reizvolle alte Industriedorf Ruukki am Siikajoki. In Ruukki gibt es Restaurant- und Caféangebote sowie ein altes Fabrikumfeld. Das ehemalige Gesundheitszentrum, das zu einem Café und Gasthof umgebaut wurde, Kahvila Ruukin Teekoo, ist ein interessanter Übernachtungsplatz, und an heißen Tagen ist der Badestrand mit Sommercafés im Freizeitzentrum Hietamaa ein ausgezeichneter Rastplatz. Das Camping ist auf Hietamaa ebenfalls erlaubt, und es gibt außerdem eine Schutzhütte und eine Kota.â¯â¯
Von Ruukki führt die Route entlang von Waldwegen, die der Bahnlinie folgen, bis zu einer unangenehmen Passage: 1,3 km auf der Raahentie. Zum Glück geht der stark befahrene Straßenabschnitt schnell vorbei, und die letzten Kilometer verlaufen erneut auf verkehrsfreien Nebenstraßen und flottem Schotter. Insgesamt ist der letzte Radtag überraschend interessant, vielleicht weil er wieder einmal als Fahrraderlebnis anders ist. Endstation der Route ist der alte Bahnhof von Liminka, wo statt Fahrkartenerwerb heute Bier genossen wird.
Camping und Unterkünfte
· Die Route kann auch ohne Campingausrüstung in entspanntem Tempo befahren werden, wenn die Übernachtungen im Voraus gebucht werden.
· Die Preise für Unterkünfte variieren von sehr günstig bis zum mittleren Preissegment.
· Camping ist an allen auf der Karte markierten Zeltplätzen erlaubt und kostenlos, sofern es sich nicht um kostenpflichtige Campingplätze mit Dienstleistungen handelt.
· An empfohlenen Campingplätzen steht in der Regel kein Wasser zur Verfügung, daher solltest du für die Nacht Wasser von der vorherigen Wasserstelle mitnehmen.
· Brennholz und eine Toilette gibt es nur an einigen Rast- und Übernachtungsplätzen.
· AirBnB-Unterkunftsmöglichkeiten gibt es entlang der Route, aber in unterschiedlichem Umfang.
Wissenswertes
Die Route ist mit jedem Fahrrad befahrbar, sofern die Reifenbreite mindestens 35 mm beträgt. Es gibt einige kurze weiche Abschnitte, aber deswegen ist ein größerer Reifen nicht unbedingt notwendig. Triff deine Wahl von Fahrrad- und Reifenbreite anhand der aktuellen Bedingungen und deiner eigenen Fahrerfahrung.
Frühling und Frühsommer sind Zeiten, in denen Sand- und Schotterstraßen nach dem Winter wieder instand gesetzt werden. Dann kann es größere Schotterstücke geben, die das Fahren erschweren, bis sich Spuren gebildet haben.
Die beste Zeit für Radtouren in Nordösterbotten ist normalerweise von Ende Mai bis Ende September. Tagsüber liegen die Temperaturen im Früh- und Spätsommer zwischen 12 und 20 Grad und in den Sommermonaten im Bereich von 15 bis 25 Grad.
Bei der Wahl des Schlafsacks sollte man davon ausgehen, dass die Nachttemperaturen zumindest im Früh- und Spätsommer unter 5 Grad fallen können.
In den Sommermonaten sind die Tage lang und Ende Juni gibt es rund um die Uhr Tageslicht. Wenn das für dich neu ist, kann die Anpassung an das Licht und die Regulierung des Schlafrhythmus etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Die Route hat nur digitale Wegweisung, lies die Anleitungen und Tipps auf bikepacking.com für eine erfolgreiche Navigation. Achte besonders auf die Akkulaufzeit deines Navigationsgeräts und nimm eine Ersatzbatterie oder Powerbank mit.
Befolge stets die beschilderte Route und nutze nur die in der Routenbeschreibung empfohlenen Camping- und Rastplätze. Zudem halte dich an die Outdoor-Etikette von Metsähallitus und die Mountainbike-Etikette von Suomen Latu.
Das Mobilfunknetz deckt das gesamte Routengebiet ab: Hilfe kann immer unter der Nummer 112 oder über die 112-App gerufen werden.â¯
Anreise
· Zum offiziellen Startpunkt der Route in Liminka gelangt man mit dem Bus in etwas mehr als einer halben Stunde von Oulu aus, und es fahren den ganzen Tag über regelmäßig Busse. Reservierungen für Fahrradplätze sind im Voraus nicht möglich, mitgenommen wird, wenn für das Fahrrad Platz ist. Da die Strecke von Oulu nach Liminka nur 30 km beträgt, ist der Zugang zur Route auch mit dem Fahrrad praktisch.
· Die Route kann auch in Oulainen begonnen werden, das etwa fünf Stunden mit dem Zug von Helsinki entfernt ist und tagsüber stündlich bedient wird. Die Reservierung eines Fahrradplatzes im Zug wird dringend im Voraus empfohlen. Auch Ruukki und Vihanti sind mit dem Zug erreichbar, allerdings fahren dort weniger Züge täglich.
· Es gibt auch Busverbindungen nach Siikajoki, Raahe und Pyhäjoki.
· Die Route kann von jeder Gemeinde aus gestartet werden.
· Weitere Informationen zur Anreise in die Region Raahe findest du hier.
2
Videos und Artikel zur Flatland Route
Video der Fahrradmedienseite Velogi über die Route
Drei-teilige Videoserie über die Route vom Fahrrad-Youtuber Klasu
Kurz-Vorstellungsvideo der Gemeinde Liminka über die Route
Artikel der Naturreisemedienseite Retkipaikka über die Route
Artikel auf der Website Bikeland über die Route
Essen & Wasser
· Entlang der Route gibt es regelmäßig Restaurants, Cafés und Geschäfte, aber besonders außerhalb der Ortschaften können die Öffnungszeiten saisonal stark variieren. Überprüfe die Öffnungszeiten vorab.
· In der Regel kommt man auf der Route mit einer halbtägigen Verpflegung und zwei Litern Wasser aus. Für Übernachtungen solltest du wahrscheinlich mehr Wasser mitnehmen.
· In den Schutzhütten und Kotas ist offenes Feuer während Waldbrandwarnungen absolut verboten. Informationen zu regionalen Waldbrandwarnungen findest du hier.
· Wasser ist an den empfohlenen Campingplätzen meist nicht verfügbar, daher solltest du Wasser für die Nacht von der vorherigen Wasserstelle mitbringen.
· Leitungswasser ist in Finnland im Allgemeinen von guter Qualität und trinkbar. Restaurants, Cafés, Kioske und Geschäfte entlang der Route füllen oft gerne die Wasserflaschen der Radfahrer auf.
Schwierigkeitsgrad
Die Route verläuft fast vollständig auf sehr einfachen und ebenen Sand- und Waldwegen sowie wenig befahrenen asphaltierten Straßen, mit nur wenigen Ausnahmen. Technisch etwas anspruchsvollere Abschnitte sind zum Beispiel der Pfadabschnitt in Rantakylä und die Anfahrt nach Lampinsaari über einen bewachsenen Loipengrund, aber diese sind mit Umsicht auch für Anfänger leicht zu bewältigen und die Abschnitte sind kurz.
Körperlich sind die ersten vier Tage bis Oulainen sehr leicht und nahezu ohne Steigungen, und auch in den letzten zwei Tagen gibt es nicht viel Aufstieg. Das Vorankommen auf der Route ist meistens flott und einfach. Wenn die Route im vorgeschlagenen Tempo der Routenaufzeichnung in sechs Tagen gefahren wird, sind die Tage sehr entspannt. Die körperliche Herausforderung lässt sich durch Verlängerung der Tagesstrecken leicht steigern, und Erfahrene schaffen die Route an einem langen Wochenende. Die körperliche Schwierigkeit wird mit 2/10, die technische Schwierigkeit mit nur 3/10 bewertet.
Auch der Anspruch an die Outdoor-Tour ist insgesamt sehr gering, da die Versorgung regelmäßig ist und die Abstände der Dienste nicht lang. Außerdem ist es oft möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins nächste Dorf zu gelangen, falls z.B. das Fahrrad kaputtgeht. Die Route ist in beiden Richtungen befahrbar, die Fahrtrichtung beeinflusst die Schwierigkeit nicht. Ausnahmen können die Winde an der Küste der Bothnischen Bucht sein, die zumindest den Küstenabschnitt in eine Richtung leichter befahrbar machen können. Die Gesamtschwierigkeit der Route ist 3/10. Einfachere Fahrradwanderwege in der Region des Finnischen Mädchens sind schwer zu finden.
Radreisen sind häufig angenehmer, je leichter die Ausrüstung ist, was zum Teil auch auf diese Route zutrifft. Ein großer Teil der Route ist eben, weshalb das Gewicht der Ausrüstung nicht das wichtigste ist. Bikepacking-Taschen sind immer die leichtere und aerodynamischere Alternative zu traditionellen Gepäckträgern und Seitentaschen, aber auf dieser Route kommt man mit jedem Tragesystem zurecht. Die empfohlene Reifenbreite beträgt mindestens 35 mm, aber Erfahrene kommen auch mit schmaleren Reifen zurecht. Es kann einige weiche Abschnitte geben, aber allein deshalb ist ein größerer Reifen nicht unbedingt empfehlenswert.
Beliebte Touren in der Nähe
Verpasse keine Angebote und Inspirationen für deinen nächsten Urlaub
Deine E-Mail-Adresse wurde in den Verteiler eingetragen.



























