Drachenwand Klettersteig
Schwierigkeitsgrad: C Var. C/D
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Aufstieg
Die Tour beginnt an einem großen Wander- und Bergsteigerparkplatz unweit des Gasthofs Drachenwand. Von dort führt ein angenehmer, etwa 30-minütiger Zustieg durch den Wald bis zum Einstieg...
Aufstieg
Die Tour beginnt an einem großen Wander- und Bergsteigerparkplatz unweit des Gasthofs Drachenwand. Von dort führt ein angenehmer, etwa 30-minütiger Zustieg durch den Wald bis zum Einstieg des Klettersteigs. Schon aus der Entfernung sind die zwei markanten Leitern (B) zu erkennen, die den Auftakt bilden. Der Einstieg ist entsprechend luftig und vermittelt sofort einen Eindruck davon, was im weiteren Verlauf zu erwarten ist. Wer sich hier bereits unsicher fühlt, sollte besser umkehren, denn der Steig wird deutlich ausgesetzter und bietet keine Möglichkeit zum Abbruch.
Im Anschluss an die Leitern folgt ein gestufter Quergang (bis B), der nach längeren Regenperioden von einem kleinen Wasserlauf gekreuzt werden kann. Über eine schmale Scharte, einen gestuften Grat (B) und den Steilen Zahn (B/C) gelangt man in den sogenannten Gamserl Garten, ein kurzes Gehstück. Danach nehmen die Schwierigkeiten zu: Anspruchsvollere Passagen mit erhöhtem Krafteinsatz warten, darunter die Weiße Verschneidung (C) und die sehr exponierte Graue Platte (B/C). Dazwischen sorgen leichtere Abschnitte wie der Götterquergang (A) oder das Nußkipferl (A/B) für kurze Erholungsphasen.
Wenig später teilt sich der Steig. Die linke Variante führt über die steile, plattige Pfeilerwand (bis C/D), den technisch schwierigsten Abschnitt des gesamten Klettersteigs. Die rechte Linie verläuft deutlich moderater durch den Bereich Franzosenschanze (bis B) und leitet zur beliebten Hängebrücke mit eindrucksvollen Tiefblicken. Beide Varianten treffen nach einer Querung und einem kurzen Aufschwung (B/C) wieder zusammen.
Es folgt eine der eindrucksvollsten Passagen des Steigs: die Pfeilerquerung (B/C). Über wenige Metallstifte wird eine steile Wand gequert, während sich spektakuläre Tiefblicke zurück zur Hängebrücke eröffnen – ein echter Test für die Schwindelfreiheit. Nach diesem Abschnitt sind die größten Schwierigkeiten überwunden. Das Gelände wird etwas sanfter und mit dem luftigen Zackengrat (bis B) steht eine kurze, aussichtsreiche Kraxelei bevor. Zum Abschluss wartet noch die Gipfelwand (B/C), ehe man über leichteres Gelände und eine letzte Steilstufe (B/C) den Gipfel des Drachensteins auf 1.060 Metern erreicht.
Am Gipfel sollte man sich Zeit für eine Pause nehmen, denn hier ist erst die Hälfte der Tour geschafft. Der Abstieg verlangt nochmals volle Aufmerksamkeit und kann insbesondere bei Nässe sehr gefährlich sein.
Abstieg
Der Abstieg ist mit einem etwa 80 Höhenmeter langen Gegenanstieg, bekannt als „Rache des Drachen“, nicht nur kräfteraubend, sondern auch anspruchsvoll und verlangt höchste Aufmerksamkeit. Er führt durch steiles Waldgelände, das insbesondere bei Nässe heikel ist, und weist im unteren Abschnitt mehrere seilgesicherte Passagen sowie Leitern auf. Fehltritte oder Ausrutscher können hier schwerwiegende Folgen haben, zumal viele der schweren, teils tödlichen Unfälle dieser Tour erst beim Abstieg passieren.

Kompass-Karte 18, Nördliches Salzkammergut
Bei Nässe ist der Abstieg äußerst kritisch. Der nur teilweise seilgesicherte Klausgraben (Saugraben) ist stark ausgesetzt, wobei Fehltritte schwerwiegende Folgen haben können. Kinder sowie unsichere Geher sollten ab diesem Abschnitt unbedingt zusätzlich angeseilt werden.
Gasthof Drachenwand (Klettersteigparkplatz)
C Var. C/D
00:30
04:00
01:30
400
4/6
Offizielle Website des Klettersteigs inklusive Öffnungsstatus: www.drachenwand-klettersteig.at/
Webcams der Tour
Aktivitäten entlang der Tour
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