NORDPFAD Wümmeniederung
Seit der vorletzten Eiszeit formte die Wümme eine einzigartige norddeutsche Flusslandschaft: Die Wümmeniederung mit ihren Wiesen, Auen und bewaldeten Dünenzügen. Der NORDPFAD führt mal mehr und mal weniger...
Seit der vorletzten Eiszeit formte die Wümme eine einzigartige norddeutsche Flusslandschaft: Die Wümmeniederung mit ihren Wiesen, Auen und bewaldeten Dünenzügen. Der NORDPFAD führt mal mehr und mal weniger dicht am Fluss entlang und bietet immer wieder grandiose Blicke in die weiten Wiesen der Wümmeniederung.













Vom Rotenburger Bahnhof mit seinen kostenfreien Parkplätzen, wo auch die Infotafel am Taxistand steht, führt ein 1,6 km langer Zuweg zum Spielplatz in der Ahe. Dort startet unser Rundweg.
Wir verlassen die asphaltierte Straße und biegen rechts in den Waldweg ein, der uns durch den herrlichen Stadtwald Ahe führt, bis wir wieder den Forstweg erreichen. Wir wandern am Kattensteertsee vorbei, einem beliebten privaten Angelrevier. Nach und nach öffnet sich zwischen mächtigen Bäumen und stillen Lichtungen der Blick auf weitläufige, grüne Wümmewiesen, durch die sich die stromabwärts fließende, 300 m entfernte Wümme ihren Weg bahnt.
Nach der Eisenbahnbrücke biegen wir links ab und erreichen das Kunstwerk „Lauf der Welt" von den Künstlern Sabine und Christian Geddert aus Vahlde. Dieses zeigt eine Weltkugel, die in Kontakt zu drei Eichenbohlen steht, welche die Themen "Werden, Vergehen und Neu entstehen" versinnbildlichen sollen. Der Weg führt weiter über sonnige und schattige Forstwege. An manchen Stellen kommt die kommt die Wümme bis 100 m an den NORDPFAD heran. Im urigen Waldklassenzimmer, das von der Landjugend Waffensen im Rahmen 72-Stunden-Aktion" errichtet wurde, gönnen wir uns eine Rast und lassen den Blick durch das "Sichtfenster" auf die saftigen Wiesen schweifen.
Weiter geht es zum Kunstwerk „In die Luft gehen“des Künstlers Bernd Hanewinkels Die silberne Figur auf dem hohen Sockel schreitet mutig ins Leere. Sie steht für Mut und den Griff nach den Sternen. Gleich daneben steht eine bequeme Relaxliege aus Holz, die Jugendliche aus Rotenburg im Rahmen eines Projektes erbaut haben. Bei einer Weggabelung lockt rechts der knorrige „Schlangenbaum“ als witziges Fotomotiv. Links führt ein kurzer Abzweig zum imposanten Industriedenkmal Hassendorfer Wehr an der Wümme.
Zurück auf dem Hauptweg laufen wir an charmanten Wochenendhäusern vorbei. Bei der nächsten Abzweigung kann man Richtung Bahnhof Sottrum (3,6 km) abkürzen – wir gehen weiter bis zur Siedlung Fährhof. Wir folgen dem kleinen Abstecher zur Wümme-Schleuse und verweilen am kleinen Holzsteg. Dann geht’s durch die Siedlung, samt Wald und Wiesen, zur Kreisstraße K 205, die wir vorsichtig queren. Nun erreichen wir den Großen Fährhof. Die kleine Siedlung mit Gestüt liegt idyllisch im Wald, zwischen zwei Teichen. Nun wandern wir auf sandigen Wegen zwischen der Wümmniederung und dem bewaldeten Naturschutzgebiet Fährhof hindurch. Die offene Landschaft weitet sich.
Kurz darauf erreichen wir das faszinierende Naturschutzgebiet Voßberge mit seinen mittlerweile ansässigen Wanderdünen. An der nächsten Weggabelung folgen wir dem 900 Meter langen Abzweig, der uns direkt zum zweigeteilten Dünenzug führt. Hier gibt es Sand, Sand und nochmals Sand – ein ungewöhnlicher Anblick mitten im Binnenland. Wer mag, nimmt den 1 km langen Abzweig nach Everinghausen zum modernen Kunstwerk „Luftdurchlässig“ vom Künstler Hans-Jürgen Freytag aus Klein Meckelsen. Wir kehren zurück zur Weggabelung und wandern durch die offene, mit Gräben durchzugene Wümmeniederung, die fortan traumhafte Wegabschnitte bietet und die Südroute des NORDPFADES prägen.
SÜDROUTE vom Naturschutzgebiet Voßberge über Hellwege und Unterstedt nach Rotenburg (Wümme)
Bald erreichen wir die hölzerne Brücke am Wümmebogen. Eine dort befindliche Sohlgleite lässt Fische ungehindert wandern. Vorbei an einem Holzwegweiser geht es durch die saftigen Wiesen an der Wümme entlang. NABU-Infotafeln erklären die Artenvielfalt am Weg. Später trifft der Wiesenweg auf einen Fuß- und Radweg neben der Kreisstraße K 205. Wir biegen rechts ab, folgen dem Weg und wandern zum Ort Hellwege. Der beschauliche Ort bietet gute Möglichkeiten zum Einkehren und Übernachten.
Wenig später verlassen wir die Kreisstraße und wandern links in den Viehweg, der uns durch eine Siedlung mit ihren beeindruckenden Wohnhäusern führt. Auch von hier zweigt ein Abstecher zur Wümme-Schleuse ab. Ein weiterer 600 m langer Abzweig führt zu einem historischen Gebäudeensemblemit Backhaus, Speicher und Mühle. Ein schöner Ort für einen Zwischenstopp.
Der Weg führt weiter entlang am Viehweg, überquert den Ahauser Mühlengraben und einen weiteren Bach. Fortan wandern wir mitten durch die einzigartige Auenlandschaft. Naturfreunde finden direkt am Wümmeufer eine artenreiche Flora und Fauna. So ist z. B. der Fischotter in der Wümme beheimatet. Wir passieren das Flurstück Kreienhoopmit einem tollen alten Baumbestand, wandern amIndustriedenkmal Hassendorfer Wehrvorbei, von wo man einen schönen Blick auf den Fluss und die Sohlgleite hat, bevor wir zum Ahauser Bachgelangen. Malerisch bahnt dich der Bach seinen Weg durch das Landschaftsschutzgebiet bei der Ahauser Mühle.
Unser Weg zieht sich nun zwischen Waldrand und Wümmewiesen bis zur Trienenwiese. Auf der weiträumigen Wiese steht ein bequemes NORDPFADE-Sofa und man trifft auf eine bunt-gemischte Pilgertruppe. Angefertigt wurden die fünf Holzskulpturen von Ahauser Künstlerinnen Ragna Reusch. Ein traumhafter Platz der zum Entspannen und bestens für witzige "Schnappschüsse" geeignet ist.Nach der Pause laufen wir durch ein Wochenendhausgebiet und durch die leichtwellige Wiesenlandschaft zu den bewaldeten und mit Heide bewachsenen Westermoorer Dünen, die im Zuge der Eiszeit entstanden sind.
Wir verlassen den breiten Feldweg und biegen links nach dem Durchqueren eines Bahntunnels in einen Wiesenweg ein. Rechts geht es in den 1 km entfernten Ort Unterstedt, wo es mehrere Übernachtungs- und Gastrobetriebe gibt. Die Bahntrasse verläuft nun kurz neben unserem Pfad. Danach geht es auf einem Naturweg durch die Wümmewiesen zum ehemaligen Unterstedter Wehr, wo ein weiterer kleiner Holzsteg zum Verweilen einlädt. Über die dort befindliche Sohlgleite können Fische problemlos flussaufwärts wandern.
Die letzte Etappe, die gleichzeitig zum NORDPFAD Rotenburger Wasserreich gehört, bringt uns über den Sternenweg zurück in die Kreisstadt. Ein vom NABU errichteter Nistkastenlehrpfad begleitet den Wanderweg. Nach etwa 1,5 km erreichen wir die hölzerne Gothardbrücke und passieren noch einmal die Wümme. Ein Sandstrand am Fluss lädt zum Verweilen ein, bevor wir auf dem NORDPFAD zurück zum Startpunkt am Spielplatz in der Ahe kommen und von dort weiter zum Bahnhof Rotenburg wandern.
Vernetzung mit anderen NORDPFADEN
Der NORDPFAD verläuft ein kleines Stück parallel zum NORDPFAD Rotenburger Wasserreich. Über den "Horstdamme" und über Unterstedt gelangt man schließlich zum 3,2 km entfernten NORDPFAD Dör't Moor.
Vor Ihrer Wanderung sollten Sie sich auf www.nordpfade.de über mögliche Umleitungen und Wegstörungen informieren, die beispielsweise durch Hochwasser, Sturmschäden oder Forstarbeiten auftreten können.
Startpunkt 1: 27356 Rotenburg (Wümme), Bahnhof, Bahnhofstraße; ein 1,6 km langer Zuweg führt zum Spielplatz in der Ahe, von wo aus Sie NORDPFADE-Wanderung starten können.Startpunkt 2: 27367 Sottrum, Bahnhof, Am Bahnhof; ein 3,6 km langer Zuweg führt zur Nordroute des NORDPFADES im Bereich der Wochenendhäuser von HassendorfStartpunkt 3: 27367 Everinghausen, Ortsmitte, K237 Everinghauser Dorfstraße 17. Von hier führt ein 1 km langer Zuweg führt zum NSG Voßberge, von wo der NORDPFAD weiter ausgeschildert ist.Startpunkt 4:27367 Hellwege, Ortsmitte beim Denkmal, an der K 205. Für die Wanderung kann der Parkplatz von Prüser´s Gasthof, Dorfstraße 5, genutzt werden, welcher sich direkt am NORDPFAD befindet.
Anreise mit dem BusBushaltestellen: Rotenburg (Wümme) Bhf, Unterstedt Ortsmitte (Hier hält nur die Buslinie 725!)Buslinie 800: verkehrt Mo.-Fr. zwischen Zeven und BremervördeBuslinie 725: verkehrt Mo-Sa. zwischen Verden und Rotenburg (Wümme)Infos: www.fahrplaner.vnn.de
Parkplatz 1: 27356 Rotenburg (Wümme), Bahnhof, Bahnhofstraße; ein 1,6 km langer Zuweg führt zum Spielplatz in der Ahe, von wo aus Sie NORDPFADE-Wanderung starten können.Parkplatz 2: 27367 Sottrum, Bahnhof, Am Bahnhof; ein 3,6 km langer Zuweg führt zur Nordroute des NORDPFADES im Bereich der Wochenendhäuser von HassendorfParkplatz 3: 27367 Everinghausen, Ortsmitte, K237 Everinghauser Dorfstraße 17. Von hier führt ein 1 km langer Zuweg führt zum NSG Voßberge, von wo der NORDPFAD weiter ausgeschildert ist.Parkplatz 4/ Startpunkt 4:27367 Hellwege: Ortsmitte beim Denkmal, an der K 205. Für die Wanderung kann der Parkplatz von Prüser´s Gasthof, Dorfstraße 5, genutzt werden, welcher sich direkt am NORDPFAD befindet
Dieser NORDPFAD ist mit 32 km der längste unter den NORDPFADEN und eignet sich damit bestens für eine Mehrtagestour. Wandern Sie z.B. an einem Tag die Nord- und am anderen Tag die Südroute. Zahlreiche nette Übernachtungsquartiere finden Sie in Rotenburg (Wümme), Waffensen, Sottrum, Hellwege und Unterstedt, weitere auch in Hassendorf, Everinghausen und Ahausen.
Nordroute (ca. 18 km, ca. 6 Std.): Die Nordroute führt vom Bahnhof in Rotenburg (Wümme) über den Großen Fährhof und das Naturschutzgebiet Vossberge bis nach Everinghausen.Südroute ( ca. 19 km, ca. 6,5 Std.): Die Südroute führt von Everinghausen über das Naturschutzgebiet Vossberge und Hellwege zum Rotenburger Bahnhof.
Tourentipps für Tages- und Halbtagestouren
Zwischen der Nord- und der Südroute des NORDPFADES führen zahlreiche Brücken und Wehre über die Wümme. Diese Verbindungswege, auch als "Varianten" ausgeschildert, eignen sich besonders für Tages- und Halbtagestouren. Ebenfalls von den umliegenden Ortschaften und den Bahnhöfen Sottrum und Rotenburg (Wümme) führen Zuwege zum NORDPFAD. In Kombination mit den Abkürzungen sind so zahlreiche Tourenvarianten möglich. Jeder kann sich seine individuelle Tour "zusammenstricken".
Vorschläge für kleinere TourenEveringhausen - Everinghausen (ca. 13 km): Hellwege - Wümme-Schleuse - Großer Fährhof - NSG VossbergeHellwege - Hellwege (ca. 9 km): Kreienhoop - Hassendorfer Wehr - Fährhof - Wümme-Schleuse . Als Startpunkte eignen sich auch Ahausen, Hassendorf und der Bahnhof Sottrum.Sottrum Bhf - Sottrum Bhf (ca. 21 km): Großer Fährhof - NSG Vossberge - Hellwege - Kreienhoop - Hassendorfer WehrUnterstedt - Unterstedt (ca. 15 km): Unterstedter Wehr - Waldklassenzimmer - Hassendofer Wehr - Trienenwiese. Alternativ kann man auch von Sottrum Bahnhof, Ahausen oder Waffensen starten!Rotenburg Bhf - Rotenburg Bhf (ca. 20 km): Waldklassenzimmer - Hassendorfer Wehr - Trienenwiese - GothardbrückeRotenburg Bhf - Rotenburg Bhf (ca. 9 km): Ahe - Unterstedter Wehr - Gothardbrücke
Mögliche Orte für AbstecherRotenburg (Wümme): Die beschauliche Kleinstadt mit historischen Gebäuden, einer Fußgängerzone, Stadtkirche und musealen Einrichtungen lässt sich bestens über den Kulturpfad Rotenburg erkunden. Das überregional bekannte Erlebnisbad Ronolulu lädt nach der Wanderung zum Schwimmen und Saunieren ein.Waffensen: In der Nähe des Kunstwerkes "Lauf der Welt" führt ein 2,6 km Abzweig nach Waffensen. Entdecken lässt sich das idyllische Dorf, das mehrfach Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" war, über den Kulturpfad Waffensen.Everinghausen: Vom NSG Voßberge führt ein reizvoller Weg zum 1 km entfernten Everinghausen. Dort steht das Kunstwerk „Luftdurchlässig“, eine Holzskulptur, die besondere Ein- und Durchblicke schaffen soll.Ahausen: Kurz vor dem Ahauser Bach führt ein Weg ins 3 km entfernten Ahausen. Das idyllische Dorf mit Gasthaus, Dorfkirche, Dorfladen und Bauernhäusern könnte man als „typisch norddeutsch“ bezeichnen. Auf dem Weg dorthin liegt, malerisch am Mühlenteich gelegen, die Ahauser Wassermühle samt Gutshof.Unterstedt: In der Nähe der Westermoorer Dünen führt ein 2,3 km langer Abzweig nach Unterstedt, der Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Erkunden lässt er sich bestens über den Kulturpfad Unterstedt, der am Unterstedter Spieker, einem historischen Gebäudeensemble, beginnt.
Aktivitäten entlang der Tour
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