Das Endschlagbachtal – Natur- und Kulturlandschaft im Kaufunger Wald
Schwierigkeitsgrad: T1
Wiesenlandschaft im Wandel
Die Wiesen entlang der Bäche entstanden durch Rodungen und wurden über Jahrhunderte von den Bauern der umliegenden Dörfer bewirtschaftet. Dadurch entwickelten sich artenreiche...
Wiesenlandschaft im Wandel
Die Wiesen entlang der Bäche entstanden durch Rodungen und wurden über Jahrhunderte von den Bauern der umliegenden Dörfer bewirtschaftet. Dadurch entwickelten sich artenreiche Glatthaferwiesen, Borstgrasrasen und Feuchtwiesen. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft setzte Wiederbewaldung ein und änderte die Kulturlandschaft.
Pflege durch Vertragsnaturschutz
Seit den 1980er Jahren werden die Flächen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes wieder extensiv bewirtschaftet. Durch Entbuschung und Beweidung mit alten Haustierrassen, wie dem Hessischen Buntvieh oder Islandpferden, können konkurrenzschwache Arten erhalten und die Vielfalt gefördert werden.
Lebensräume am Bach und in den Auen
Der Endschlagbach entspringt am Haferberg, der höchsten Erhebung mit 580 Metern im Naturpark Münden. Aus mehreren Quellen durchfließt er Auwaldreste aus Schwarzerlen und Haseln und bietet in deren Wurzelwerk Lebensraum für Wasseramseln und Gebirgsstelzen. Der Bach selbst ist ökologische Nische für das Bachneunauge, Kleinkrebse, Schnecken sowie Larven von Eintags- und Köcherfliegen.
Pflanzenwelt
Das Tal wechselt zwischen schmalen und weiten Wiesenabschnitten, eingerahmt von Buchen- und Fichtenwald. Im mittleren Abschnitt dominieren nährstoffarme, sehr feuchte Bereiche mit Pfeifengras, Seggen, Binsen, Torfmoosen, Hahnenfußgewächsen, Teufelsabbiss und der Kuckuckslichtnelke.

T1
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