Zur Spatschlucht
Schluchten, Pinge und Schächte
Vom Pappelbachtal über den Höhenrücken der "Oberen Griet" bis in das "Weittal" sieht man wie an einer Perlenschnur aufgereiht die Spuren des Schwerspatabbaus. An Erdeinbrüchen,...
Schluchten, Pinge und Schächte
Vom Pappelbachtal über den Höhenrücken der "Oberen Griet" bis in das "Weittal" sieht man wie an einer Perlenschnur aufgereiht die Spuren des Schwerspatabbaus. An Erdeinbrüchen, den sogenannten Pingen, und Schürfgräben lässt sich der ober- und unterirdische Abbau gut verfolgen. Zunächst wurder der Tagebau betrieben bevor man zum Untertagebau überging. Der abgebaute Schwerspat wurde auf dem Schiffsweg nach Holland gebracht, wo er bei der Farbherstellung verwendet wurde. 1939 wurde der Schriesheimer Schwerspatabbau eingestellt, da sämtlicher Schwerspat abgebaut war.
Im Hermannsgrund wurde im Tagebau Feldspat abgebaut. Besonders reines Gesteinsmaterial wurde in Frankenthal und Mannheim bei der Porzellanherstellung gebraucht. Weniger reines Material wurde zu Keramikglasuren verarbeitet. Auch hier wurde 1939 der Abbau eingestellt.
Vom Parkplatz folgen wir der OWK-Markierung II (gelb) zunächst durch die Weinberge, dann den Wald aufwärts. Oberhalb der Schriesheimer Hütte (bewirtet an Sa/So) kommen wir auf den geologischen Lehrpfad "L" von Schriesheim. Steinberg (km 4,0; Zeit 1:30; Höhe 410 m)
Ihm folgen wir nach rechts in ein altes Bergbaugebiet, wo seit Beginn des 19. Jahrhunderts in großen Mengen Schwer- und Feldspat abgebaut wurde. Obere Griet (km 1,8; Zeit 0:30; Höhe 330 m)
Einbrüche und tiefe Schürfgräben sind unübersehbare Zeugen des einstigen Spatabbaus. Die Wanderung führt am Rand des Schürfgrabens über die "Obere Griet" zur Flur "Lange Schar". Von hier gehen wir vor zum Martinsbach und von dort weiter zur Spatschlucht. Spatschlucht (km 1,1; Zeit 0:20; Höhe 270 m)
Die Spatschlucht ist seit 1937 Naturdenkmal. Sie entstand durch den Tagebau. Der Lehrpfad führt mitten durch die Schlucht in den Hermannsgrund. Oberhalb vom Hermannsgrund verlassen wir den Lehrpfad und folgen dem Burgensteig Bergstraße (blaues Burgsymbol) zum Schanzenköpfle. Schanzenköpfle (km 2,9; Zeit 1:05; Höhe 400 m)
An dem Erdhügel und dem Ringgraben erkennen wir die einstige Befestigungsanlage. Auf der Kuppe sind noch einzelne Mauerreste vorhanden. Unser Wanderweg führt um das Schanzenköpfle herum einen schmalen Waldpfad steil bergab zur Hirschburg. Hirschburg (km 0,7; Zeit 0:15; Höhe 307 m)
Auch von dieser Burg sind nur noch wenige Reste vorhanden. Von den Trümmern fällt besonders ein massives Gewölbe auf, vermutlich Teile des früheren Bergfrieds. Von der Burg folgen wir dann dem Burgensteig Bergstraße zunächst durch den Wald und dann durch die Weinberge zurück an unseren Startpunkt. Parkplatz Kehrrang (km 1,2; Zeit 0:20; Höhe 220 m)
Ja
Der Start- und Zielpunkt "Kehrrang" ist ein Wanderparkplatz.
Beliebte Touren in der Nähe
Verpasse keine Angebote und Inspirationen für deinen nächsten Urlaub
Deine E-Mail-Adresse wurde in den Verteiler eingetragen.





