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BERGFEX: Badesee Ampolasee - Naturbadesee - See - Baden - Schwimmen

Tiarno di Sopra

Naturbadesee Ampolasee

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Ampolasee

Naturbadesee

Ampolasee

Der Lebensraum des Ampolasees ist sehr wichtig für die Erhaltung besonderen Pflanzenarten und Tieren, die nur in diesen Sumpfgebieten leben können.

Der Ampolasee liegt im sud-westlichen Trentino in dem gleichnamigen Tal, das sud-westlich das breite Ledrotal fortsetzt. Er ist ungefähr 62 Km von Trient entfernt und er ist erreichbar vom oberen Gardagebiet (Riva del Garda), sowie vom Giudicarietal (Storo), wenn man die Landstrasse Nr. 240 vom Ledrotal nimmt.
Die Bergen, die das Biotop umräumen, gehören der Ledro-Berggruppe und bestehen ganz aus Ablagerungsteinen.
Der See liegt auf einer Höhe von 725 m über dem Meer; er hat eine verlängerte Form wie die Achse des Tales und ist ungefähr 400 Meter lang und 150 Meter breit; seine Maximaltiefe ist nur 3-4 Meter. Das Becken bekommt die Einlage einiger Bächer, die aus den nebenden Wäldern runterfliessen; sein Hauptzufluss ist der Bach Ovri. Aus dem südlichen Ende entspringt der Palvico Abfluss, der durch das enge Ampolatal hinunter in den Chiese-Fluss fliesst.

Der Ursprung des Ampolasees ist mit den komplexen fluvioglazialen Wechseln verbunden, die vor tausenden von Jahren die besondere Gestaltung des ganzen Tales bestimmt haben. Während der Wurm-Eiszeit wurde der östliche Ausllauf des Valle di Ledro durch die grosse Ablagerung versperrt (Sand, Kies, Steine und Felsblocken), die der Gletscher des Garda-Tales vor sich erschoben hatte.
Die Moränenablagerungen sind heute noch gut sichtbar. Aufgrund dieser Abriegelung bildete sich am Ende der Eiszeit ein einziger grosser See, der das gesamte Valle di Ledro, von Molina bis zum Ampolapass bedeckte. In der Folgezeit wurde durch die Erosionsarbeit des Seeabflusses den Moränenboden erodiert und eine Teilentleerung des Sees verursacht. Ausserdem lagerten die seitlichen Zuflüsse des Ledrotales die beim Hochwasser mitgeführten Massen im Tal ab, so daß sich das grosse Becken teilte. Der See von Ampola wurde so vom Ledrosee abgetrennt, von dem er sich etwa 10 Km entfernt befindet.
Der unaufmerksame Besucher könnte den kleinen Ampolasee nur als einen schönen und ruhigen Wasserspiegel betrachten, der von reichen Wäldern und grünen wiesen umgerahmt ist. Wenn man gut aufpasst, kann man aber den riesiegen Unterschied zwischen diesem See und einem touristischen Badesee merken. Das Biotop behält eine ganze Welt von Lebewesen, die diesen Ort wertvoll macht.
Trotz aller vergangenen menschlichen Beschädigungen der See seine Gestaltung von natürlichem und sumpfigem Gebiet gehalten.
Was mehr auffällt, wenn man den Wasserspiegel beobachtet, ist der grüne Teppich mit Blättern der Wasserpflanzen, die Laminavegetation genannt sind. Die am Ampolasee am meisten verbreitete Art die gelbe Teichrose (Nuphar luteum). Einige Blätter sind von einer wasserundurchdringlichen wachsartigen Schicht bedeckt, die sogennante Kutikula, und schwimmen leicht auf der Wasseroberfläche, während andere sich unter Wasser befinden. Die Wurzeln stecken im Schlamm, in einer extrem suerstoffarmen Umgebung. Im Inneren der Stengel und der wurzeln befindet sich ein luftführendes Gewebe mit breitem Raum zwischen den Pflanzenzellen, das es dem Sauerstoff erlaubt, durch die Blättern alle unter Wasser befindlichen Teilen zu erreichen. Da das Seewasser zu niedrig ist, besitzt der See auch wenig Sauerstoffe: auf diesem Grund leben hier nur Fische, die typisch für einen Teich sind. Im Schlamm, wo viele dichte Wasserpflanzen gedeihen, verstecken sich der Hecht, der Fussbarsch, die Schleie. Der Hecht ist der Raubfisch par excellance unserer Binnengewässer, die anderen Fische ernähren sich von den Wasserpflanzen. Wo das Wasser nur einige Zentimeter tief ist, entwickelt sich eine dichte Vegetation: das Röhricht.
Es besteht ausschliesslich aus dem Sumpfrohr, einer wiederstandsfähigen Pflanze, die sich mit ihren Rhizomen sehr schnell ausbreitet. Hier kann man auch die gewöhnliche Teichsisme (Schoenoplectus lacustris)und die Rohrkolbe (Typha latifolia) betrachten, dessen Kolben dunkelbraun sind. Da Röhricht ist ein sehr wichtiges Gebiet für die Fauna des Sees. Die grossen Fische verstecken sich gern zwischen den Pflanzen und dort legen sie ihre Eier.
Verschiedene Vogelarten nisten im Röhricht und in den kleinen Sumpfwiesen nahe des Sees.
Die Wasservögel wie zum Beispiel Anas Platyrhynos oder Gallinula chlorophus und andere Teichhühner ziehen den schönen Ort, um ihre Eier abzulegen, vor. Am Seeufer kann man die wichtigsten Sumpfpflanzen wie Segge und Riedgräser bewundern. Man kann die Segge ganz einfach erkennen, denn hunderte Stämmchen wächsen umherum und formen dicke ungewöhnliche Busche, die bis ein halbes Meter Grosse erreichen.
Der nord-östliche Teil des Biotops ist durch Sumpfwiesen geprägt. Hier befinden wir uns innerhalb eines wirklich interessanten ökosystems, weil die Landschafteine Brücke zwischen Wasser und erde darstellt. Während der Regenzeit bzw im Frühling wird diese Wiese von tausenden Bächern überquert. Der Zufluss selbst überschwemmt den Grass, der Sumpfboden wird. Auf dieser besonderen Wiese wachsen zahlreiche Pflanzen Arten und kleine Seggen (Carex). Diese Versumpfung ziehen viele Fröschen und Kröten an, die sich hier versammeln, um sich zu paaren und ihre Eier abzulegen. Während der Blütezeit kann man hier auch seltene Wasserpflanzen kennenlernen. Hier wachsen der Fiber oder Bitterklee, die Sumpfwurz (Epipactis palustris) und das Studentenröschen (Parnassia palustris).

Um die botanischen Schätze des Biotops bestens zu erleben, hat die Provinz Trient einen Besucherpfad und ein kleines Besucherzentrum gemacht.
Der Pfad ist ein geführter Weg nord-östlicher seite des Biotops, wo man die Möglichkeit hat, die Natur von sich selbst kennenzulernen. Dank der Erkläungstäfel, kann der Besucher sich erkundigen. Ein spezielles Heft steht für weitere Info und als Notizblatt zu verfügung. Der Besucherzentrum ist eine Art Museum des Biotops, wo der Besucher nach seinem Spaziergang das Leben des Biotops weiter lernen kann.

Bis vor weniger Jahren hat der Ampolasee ganz anders ausgesehen: in der Vergangenheit wurde er sehr von Menschen beschädigt und sein Ökosystem war in ernster Gefahr.
In Anbetracht seines wissenschaftlichen Interesses wurde das Gebiet, ab 1986, unter Naturschutz gestellt und zum "Biotop von Landesinteresse" erklärt. Auf diese Weise wurde die Gefahr weiterer schädlicher Einflüsse gebannt und es konnten wichtige Massnahmen zur Umweltsanierung vorgenommen werden, die unter der Leitung der Abteilung Naturparks und Staatswälder der Autonome Provinz Trient standen. Das Interesse des Sees für den Naturschutz und seine schöne landschaftliche Lage reichten in der Vergangenheit nicht aus, um störende Einflüsse durch den Menschen zu vermeiden. Der erste Urbarmachungseingriff hat die Müllhalde für die Abfälle eines örtlichen metallverarbeitenden Unternehmen am Südostufer betrifft. Auf Grund der Unmöglichkeit, das zuviel Material an einen anderen Ort zu transportieren, wurde es mit einer Schicht Erde bedeckt. Ein langer Dränagegraben zwischen der Müllhalde und dem Wald verhindert, dass das vom Wald kommende Wasser in die ehemalige Müllhalde fliesst und so verunreinigt wird.
Eine breite, aufgeschüttete Strasse verband die Deponie mit der Staatsstrasse; am nördlichen Teil des Sees berührte sie die Ufer und trennte so den See vom sumpfigen Hinterland ab. Diese Trennung könnte die Strömungen des oberflächigen Wassers und das Ortwechseln der kleinen wilden Tieren blossstellen. Ausserdem waren der Strassen- und Personverkehr eine ernste Störungsquelle für die Fauna. Durch die komplette Beseitigung der Strasse wurde das natürliche Sumpfgebiet wiederhergestellt.
Ein anderer anspruchsvoller Wiedernaturalisierungseingriff hat den Ostufer betrachtet. Er war sehr stark beschädigt: fast die ganze Sumpfpflanzenwelt war kaputt. Man hat als Modell ein Stück noch ehrliches Ufers und hat dem zerstörten wieder eine naturalistische Form gegeben. Danach haben die Botaniker Bäume und Sträucher angepflanzt, die Sumpfgebiet bevorzügen.
Schliesslich wurde ein kleines Gebäude am Ostufer des Sees gebaut, das seltsam und nur in Sommer als Treffpunkt mit Bar und Tanzmusik verwendet war. Günstig angepasst, beherberget das Gebäude das Besucherzentrum des Biotop und hat dadurch eine zweckmässige Funktion für den See und seine naturalistische Bedeutung.


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